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Auf Europaplatz: Das bietet die Duisdorfer Maikirmes

Auf Europaplatz : Das bietet die Duisdorfer Maikirmes

Die Duisdorfer Maikirmes lockt mit zahlreichen Fahrgeschäften und Buden auf den Europaplatz. Bis kommenden Mittwoch, 1. Mai, hat die Kirmes täglich bis 22 Uhr geöffnet, am Montag, 29. April, sogar bis Mitternacht.

Die Duisdorfer Maikirmes ist eröffnet: Pünktlich um 16 Uhr begrüßte Vize-Bezirksbürgermeister Christian Trützler am Samstag zahlreiche Besucher zum offiziellen Start auf dem Europaplatz. Fast hätte er seine Rede umschreiben müssen, denn das Wetter hatte ihn am Morgen mit viel Regen begrüßt. Er dankte den Bezirksverordneten, dem Ortsfestausschuss, der Duisdorfer Weinkönigin Christina I., der Lengsdorfer Maikönigin Caterina I., den Schaustellern und allen anderen Beteiligten für ihr Engagement und freute sich über vereinzelte Sonnenstrahlen, immerhin sei die Kirmes die Eröffnung der Open-Air-Saison.

Die klangvolle Begrüßung übernahm der Musikverein Bonn-Duisdorf mit zünftiger Blasmusik. Danach traten die Passanten beiseite, um dem Fahnenschwenker Maximilian Roth Platz zu machen. Dieser wirbelte die Fahne des Ortsausschusses Duisdorf durch die Luft. Treffsicher brauchte Trützler nur einen einzigen Schlag, um das Bierfass erfolgreich anzustechen. Mitglieder des Ortsausschusses befüllten die Biergläser. Die Maikönigin und die Weinkönigin verteilten das Freibier an die Umstehenden.

Bereits zuvor war der Budenbetrieb auf der Kirmes gestartet und lockte trotz des regnerischen Wetters zahlreiche Besucher nach Duisdorf. Abweichend von der Tradition startete die Kirmes erst am Samstag, da einerseits die Maikirmes bis in den Mai hineinreichen soll, andererseits sie nicht länger als fünf Tage dauern soll. Nach dem dem kleinen Begrüßungstrunk startete der Festausschuss zum Kirmesrundgang. „Wir wollen die Schausteller unterstützen“, sagte Bernd Schmidt, der neue Vorsitzende des Ortsfestausschusses Duisdorf. Beim Autoscooter und an der Schießbude muss Trützler passen, da er auf einen Rollstuhl angewiesen ist. Doch beim Fahrgeschäft „Mambo“ kann er mit etwas Unterstützung beim Einsteigen mitfahren. „Das hat richtig Spaß gemacht“, sagte er freudig. Nach Reibekuchen und Pommes kehrte die Abordnung wieder zum Europaplatz zurück.

Dort steht der Ausschankwagen des Ortsauschusses, den sich acht Vereine teilen und abwechselnd nutzen. In diesem Jahr schenkt die Brückenberger Trachtengruppe die Getränke aus. Das Kölsch kostet 1,40 Euro. Der Erlös kommt dem Verein zugute. Die Trachtengruppe wurde 1953 von heimatvertriebenen Schlesiern in Bonn gegründet. Der erste Vorsitzende war Robert Müller-Kox. Eher zufällig hatte Martel Ewert Trachten aus Brückenberg im Erzgebirge mitgebracht. Diese dienten als Vorbild für die nachgeschneiderten Trachten. Der Verein führt in seinen Trachten Volkstänze aus Schlesien auf. Dafür wird einmal pro Woche trainiert. Der nächste öffentliche Auftritt ist beim Derletalfest.

Neben der Ausschankbude der Trachtengruppe erwarten die Besucher 18 weitere Buden und Fahrgeschäfte in Duisdorf am Europaplatz. Sechs Fahrgeschäfte für Groß und Klein wurden aufgebaut. Es gibt Schieß- und Wurfbuden und Entchen-Angeln. Für das Wohl der Gäste sorgen mehrere Stände, an denen Zuckerwatte, Lebkuchenherzen, gebrannte Mandeln, kandierte Früchte, Crêpes, Reibekuchen und Würstchen gibt.

Die Kirmes ist bis Mittwoch, 1. Mai geöffnet, am heutigen Montag von 14 Uhr bis Mitternacht, am Dienstag von 14 bis 22 Uhr und am Mittwoch bereits ab 11 bis 22 Uhr. Am Dienstag veranstaltet die Feuerwehr Duisdorf den Tanz in den Mai.