Bonner Dehoga-Chef Michael Schlößer erzählt Wie aus dem „wilden Schwein“ in Duisdorf ein „Platzhirsch“ wurde

Duisdorf · Michael Schlößer wuchs in einer Hotelier- und Gastronomenfamilie auf, machte dann aber eine Ausbildung zum Automobilkaufmann. Dass er ins Beherbergungsgewerbe zurückfand, war ein Glücksfall für die Bonner Hotel- und Gastro-Szene.

Michael Schlößer packt symbolträchtig den Bonnox-Ochsen vor seinem Boardinghouse an den Hörnern.

Michael Schlößer packt symbolträchtig den Bonnox-Ochsen vor seinem Boardinghouse an den Hörnern.

Foto: Stefan Hermes

Frühmorgens, noch bevor die Fußgängerzone Duisdorfs wieder zum Leben erwacht, hat Michael Schlößer (55) seine Wohnung mit Blick auf den Schickshof schon verlassen, um – wie einmal wöchentlich – die Frühschicht in seinem Boardinghouse Bonnox zu übernehmen. „In Duisdorf hat sich schon immer viel für mich abgespielt“, sagt Schlößer, dem die Fußgängerzone bis heute ein „kleines Großstadtgefühl“ vermittelt. Früher habe es hier auch noch ein paar Kneipen gegeben, in die er gehen konnte. Heute hört er vor allem von seiner 17-jähriger Tochter, dass sie kaum wisse, wohin man in Duisdorf gehen könne. „Das finde ich ein bisschen schade“, sagt er, der ansonsten nicht nur das Wohnen im Hotel Platzhirsch, sondern auch das Lebensgefühl in Duisdorf mit seinen Straßencafés und einem vielfältigen gastronomischen Angebot zu schätzen weiß. Seit 2020 ist Schlößer ein Teil davon geworden.