Finalsieg mit 31:15 Die besten Grundschul-Basketballer Bonns kommen von der Kettelerschule

Dransdorf · Das Team der Dransdorfer Kettelerschule hat sich bei der Baskets Grundschul-Liga durchgesetzt. Dabei gab es Unterstützung von einem bekannten Profi-Basketballer.

 Die Nachwuchs-Basketballer der Kettelerschule freuen sich über ihren Sieg bei der Baskets Grundschul-Liga.

Die Nachwuchs-Basketballer der Kettelerschule freuen sich über ihren Sieg bei der Baskets Grundschul-Liga.

Foto: Stefan Knopp

Sie haben gewonnen, und das mit großem Vorsprung: Das Team, das die Dransdorfer Kettelerschule für die Baskets Grundschul-Liga ins Rennen schickte, besiegte im Lauf des Turniers etliche andere Mannschaften und ließ im Finale den Sportlern der GGS Meckenheim-Merl keine Chance. Endstand: 31:15. Das Geheimnis dieses Erfolgs ist eigentlich keins: „Wir haben gewonnen, weil wir trainiert haben“, ist Luca (10) überzeugt. „Dribbeln, Passen, Defense.“

Ein kleines Erfolgsgeheimnis gibt es aber vielleicht doch. „Wir durften die Heimspiele bei den Telekom Baskets austragen“, erklärt Lehrer und Mini-Basketball-Coach Marc Winter. Das heißt, dass die Dransdorfer Mannschaft mit dem Austragungsort des Finales und seiner Atmosphäre besser vertraut gewesen ist, als die anderen Liga-Teams.

„Die Basketballkultur lebt an der Kettelerschule“, sagt Winter, der eine Basketball-AG leitet. Die tritt in der Kreisliga Bonn in der Altersgruppe U10 unter dem Namen Telekom Baskets Bonn 4 gegen Vereinsmannschaften an – und mischt in der Tabellenspitze mit. Am Samstag vor dem Finale der Grundschul-Liga zum Beispiel holten die Unter-Zehnjährigen bei den „Top 4“ in Mondorf noch die Silbermedaille. Einige Spieler hatten also ein anstrengendes Basketball-Wochenende, gingen aber entsprechend motiviert in den Final-Sonntag im Telekom Dome. Dort sollte es nicht der zweite Platz sein, sondern der Pokal.

Unterstützung von Till Pape

Alle Finalteilnehmer wurden von echten Baskets-Profis unterstützt. Im Fall der Kettelerschule war das Power Forward Till Pape, der sich laut Winter absichtlich für die Dransdorfer Schule gemeldet hatte, weil er die schon bei der Grundschul-Challenge der ersten und zweiten Klassen begleitet hatte. „Er hat uns Tipps gegeben“, erzählt Luca. „Zum Beispiel, dass wir noch mehr passen sollen.“ Die Jungs fanden es cool. Viele der Kinder spielen auch schon bei Vereinen. Boyan, Semih, Luca und Jan, alle zehn Jahre alt, sind bei der SG Sechtem, Erik (9) bei den Telekom Baskets. Wahel, Lennard und Leo (alle 9) spielen für das Team Kettelerschule, nur Phillip (9) ist lieber im Fußballverein.

„Die Defense ist das wichtigste“, ist Jan überzeugt. „Weil man muss ja versuchen, die meisten Punkte zu machen.“ Dafür müsse die Abwehr viele Bälle abfangen und schnell nach vorne bringen. Winter hat mit seinen Spielern für die Grundschul-Liga ein Konzept mit zwei Läufern auf den Außenbahnen und zweien, die ihnen zuspielen. Die Absprache würden die Kinder untereinander treffen, erklärt er. Seine wichtigsten Spieler sind Erik und Jan, letzterer ist als Verteidiger richtig gut. Und man konnte beim Finalspiel auch sehen, wie er seine Mitspieler dirigiert und Bälle verteilt. Luca fasst das Spiel zusammen: „Erst hat die andere Mannschaft geführt, aber dann haben wir gedacht: Jetzt müssen wir denen den Kopf rasieren.“

Jetzt wird die schwierigste Frage sein, wo man den Pokal auf Dauer hinstellt, nachdem er wochenweise durch die verschiedenen Lernfamilien gewandert ist. Im nächsten Jahr nehmen andere Spieler an der Liga teil. Das Team ist immer auch inklusiv, sagt Winter. „Wir hatten auch schon mal einen Jungen mit nur einer Hand und haben das nicht bereut. Der hat sich zu einem super Basketballer entwickelt.“

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