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Die Bezirksvertretung Hardtberg fasst Beschluss für roten Radweg

Sicherheitsmaßnahme : Bezirksvertretung Hardtberg will roten Radweg auf der Rochusstraße

Einstimmig hat die Bezirksvertretung Hardtberg in ihrer jüngsten Sitzung beschlossen, den Radweg an der Rochusstraße für die Nutzer sicherer zu machen. So soll der Radweg mit roter Farbe eingefärbt werden.

Einstimmig hat die Bezirksvertretung Hardtberg in ihrer jüngsten Sitzung beschlossen, den Radweg an der Rochusstraße für die Nutzer sicherer zu machen. Den Antrag hatten Grüne und CDU eingebracht. Von der Bushaltestelle „Bundesministerien“ bis zur Villemombler Straße soll der Radweg mit Rot eingefärbt werden. Außerdem soll die Benutzungspflicht für Radfahrer Richtung Innenstadt von der Villemombler Straße bis zu Rochusstraße 1 aufgehoben werden.

Die Antragsteller weisen in ihrer Begründung für die Forderung einer roten Markierung darauf hin, dass die Rochusstraße sehr viele Ein- und Ausfahrten habe, an denen es immer wieder zu Gefahrensituationen für Radler komme. Insbesondere im Bereich der Bushaltestellen „Bundesministerien“ und Helmholtz Süd würden Fußgänger häufig den Radweg unvorsichtig queren, weil sie ihn nicht als solchen erkennen. Außerdem würden auf den straßenseitigen Parkplätzen Autos oft mit einem Reifen auf dem Radweg geparkt. „Dieser Bereich zwischen zwei Bäumen wird jedoch von Radlern benötigt, um den Gegenverkehr mit Anhängern oder Lastenrädern auszuweichen. Rote Farbe könnte den Parkenden signalisieren, dass dort der Radweg verläuft“, heißt es im Antrag.

Richtung Innenstadt würde die Nutzung der Straße  wegen der Ein- und Ausfahrten das Radfahren sicherer machen. Der Radweg sei ohnehin nicht sehr breit, zwei Räder mit Anhängern kämen kaum aneinander vorbei. Überdies befinde er sich in einem sehr schlechten Zustand, so dass die Radler Slalom fahren müssten, um Stürze zu vermeiden. Die Verwaltung wird die Vorschläge umsetzen, sofern die rechtlichen Rahmenbedingungen gegeben sind. Geprüft werden muss auch, ob die Beschaffenheit des Radwegs eine durchgängige Rotfärbung zulässt.

Fahrradständer abmontiert

In einer großen Anfrage hatten Grüne und CDU die Verwaltung um Stellungnahme gebeten, wo vor allem auf der Rochusstraße Fahrradständer ab- und wo neue aufgebaut wurden.  Wie aus einer Übersicht des Tiefbauamtes hervorgeht, wurden auf der Rochusstraße insgesamt 78 Ständer entfernt, sie seien nicht mehr verkehrssicher gewesen. In der Umgebung weiterhin vorhanden sind 69, neu installiert wurden 23, so dass die Gesamtzahl auf 92 angestiegen ist. Ein Thema, das schon eine Weile schmort, ist eine Verkehrszählung in der Fußgängerzone. Die Bezirksvertretung vertagt es bereits im Juni, weil die Verwaltung kein Ergebnis vorlegte. Der entsprechende Beschluss wurde jedoch schon Anfang 2016 gefasst. Die Politiker waren sich einig, dass eine deutliche Zunahme des Verkehrs zu verzeichnen sei.

Bereits zum dritten Mal hat die Verwaltung erklärt, dass sie „zurzeit eine Verkehrszählung durchführt und diese vor den Sommerferien beenden wird.“  Die ausgewerteten Ergebnisse würden in der „nächsten Sitzung der Bezirksvertretung vorgestellt. Darauf warten die Politiker jetzt schon seit drei Sitzungen.