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Duisdorfer Burgweiher-Carré darf nicht scheitern

Duisdorfer Burgweiher-Carré darf nicht scheitern

Nachdem sich kein Investor an der europaweiten Ausschreibung des städtischen Grundstücks am Burgweiher beteiligt hat, betreiben jetzt alle am geplanten Burgweiher-Carré Beteiligten Schadensbegrenzung.

Stadtverwaltung, Politik und die Duisdorfer Investoren, die Brüder Ümit-Ali und Servet Sengül, sind bemüht, das Scheitern des mehrere Millionen Euro teuren Bauprojekts zu verhindern. Die beiden Geschäftsleute planen seit drei Jahren, auf dem Parkplatzgelände eine moderne Einkaufsmall samt Büros zu errichten.

Wie der General-Anzeiger jetzt erfuhr, laufen die Drähte im Bonner Stadthaus heiß. "Wir stehen in ständigem Kontakt mit den Duisdorfer Investoren und deren Projektleiter", sagte ein städtischer Mitarbeiter. Vor zwei Wochen gab es ein Treffen, und am 20. Dezember sitzen beide Seiten wieder an einem Tisch. Ziel ist, das Bauvorhaben doch noch umzusetzen. Und daran sind wohl beide Seiten gleichermaßen interessiert.

Mittlerweile ist auch der Grund bekannt geworden, weshalb die türkischen Brüder sich nicht an der vierwöchigen Ausschreibung im September dieses Jahres beteiligt haben: 600 Euro pro Quadratmeter Bauland hat die Stadt Bonn als Kaufpreis verlangt.

"Wir haben mit 400 Euro pro Quadratmeter gerechnet. Man muss berücksichtigen, dass das Gelände noch nicht voll erschlossen ist. Dieser Preis ist den Brüdern Sengül zu hoch", sagte Projektleiter Udo Görgen dem GA.

Elke Palm, Mitarbeiterin des städtischen Presseamtes erklärte, warum der Preis so hoch ist: "Die Bodenrichtwerte der Stadt Bonn berücksichtigen auch die geplante Geschossigkeit eines Gebäudes und die damit verbundene Wirtschaftlichkeit des Projekts. Weil der Gebäudekomplex drei- bis viergeschossig geplant ist, erklärt sich auch der hohe Quadratmeterpreis."

Sowohl Stadt als auch die Investoren haben sich in einem ersten Gespräch darauf verständigt, dass sich beide Seiten bemühen werden, den Verkaufspreis zu reduzieren.

Das könnte zum Beispiel so aussehen: Die Brüder Sengül specken ihren Entwurf ab und verkleinern die Gebäudeausmaße. Dadurch könnte die Stadt dann einen geringeren Verkaufspreis festsetzen.

Die Mitglieder der Bezirksvertretung Hardtberg werden sich am Dienstag, 13. Dezember, ab 18 Uhr im Rathaus Hardtberg, Villemombler Straße 1, mit dem komplexen Thema auseinandersetzen - allerdings im nichtöffentlichen Teil der Sitzung. [Infobox]