Prozession zum Klausenhäuschen "Eine Demonstration der Liebe"

DUISDORF/WITTERSCHLICK · Jahr für Jahr pilgern Bonner Katholiken gemeinsam zum Klausenhäuschen in Witterschlick. Auch am Sonntag trafen sich Gläubige aus den Duisdorfer Gemeinden St. Rochus, Augustinus und St. Edith Stein zu einer gemeinsamen Friedensprozession. Bei strahlendem Sonnenschein waren die Voraussetzungen für den perfekt, und viele nahmen daran teil.

 Nach der Prozession feiern die Pilger eine Andacht am Klausenhäuschen.

Nach der Prozession feiern die Pilger eine Andacht am Klausenhäuschen.

Foto: Roland Kohls

Treffpunkt war die Gaststätte zur Tränke am westlichen Rand des Hardtberger Waldes. Von dort zogen die Pilger singend und betend nach Witterschlick. Die Gemeinden freuten sich über die zahlreichen Teilnehmer. Schnell wurden die Liedzettel knapp, da rund 60 Personen mitwandern wollten. Doch das sollte einer gelingenden Prozession nicht im Wege stehen. Immer im Wechsel sangen die Pilger gemeinsam und beteten das Rosenkranzgebet. Dabei dachten sie besonders an aktuelle Ereignisse weltweit. Pfarrvikar Hans Münch, der die Prozession leitete, wies auf die Kriege in Syrien und Afghanistan, den Nahost-Konflikt, Rassismus, Terror oder die Probleme zwischen den Religionen unter einander hin.

Gerade bei einer Prozession für den Frieden sei es wichtig, Regionen, in denen kein Frieden herrscht, Aufmerksamkeit zu schenken. Denn "eine Prozession ist eine Demonstration der Liebe", so Pfarrer Münch. Er verkündete: "Unser Gott ist ein Gott der Liebe, Vergebung und des Friedens; daran wollen wir uns stets erinnern und seine Botschaft in die Welt tragen. Wir pilgern für den Frieden in unserer Welt, in unseren Familien und in unseren Herzen." Die Friedensprozession geht auf ein Gelöbnis zurück, das nach Ende des Zweiten Weltkriegs abgelegt wurde. Seitdem führten in Bonn schon über 65 Friedensprozessionen zu der kleinen Kapelle. Die Kapelle liegt am Ortsrand von Witterschlick.

Nach einem 30-minütigen Gang durch den Hardtberger Wald erreichten die Pilger ihr Ziel. An der Kapelle "Klausenhäuschen" hielt Diakon Martin Sander die Marienandacht und begrüßte die Duisdorfer Gäste. Gemeinsam feierten sie eine Andacht unter freiem Himmel mitten im Wald. Von dem besonderen Ort für eine Messe als Alternative zum sonntäglichen Kirchgang waren alle begeistert. Im Anschluss an die Andacht waren alle zu einem freundlichen Beisammensein eingeladen. Bei Kaffee und Kuchen ließen die Gläubigen den Tag ausklingen.

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