Attraktion im Bonner Stadtwald Familienplanung bei den Rotwilds auf der Waldau

Venusberg · Das weibliche Gefolge des Rothirschs ist verstärkt und verjüngt. Vielleicht können Besucher auf der Waldau schon im Juni Nachwuchs bestaunen.

Die drei Neuzugänge (links) sind noch etwas scheu, wurden aber von den Alteingesessenen im Gehege aber gut aufgenommen.

Die drei Neuzugänge (links) sind noch etwas scheu, wurden aber von den Alteingesessenen im Gehege aber gut aufgenommen.

Foto: Bundesstadt Bonn

Mit der Familienplanung des Rotwilds im Gehege auf der Waldau sah es im vergangenen Jahr sehr mau aus. Während Hunderte Besucher das gute Dutzend putziger Damwildkälbchen bestaunten, konnten Rothirsch und Anhang nichts vorzeigen. Der Nachwuchs blieb in den vergangenen Jahren aus, weil die biologische Uhr der weiblichen Tiere nicht mehr tickt. Sie sind schlicht zu alt.

Aber jetzt besteht Hoffnung. Drei junge weibliche Tiere aus Niedersachsen leisten dem jungen Hirsch und seiner älteren Artgenossin seit Mitte Februar Gesellschaft. Einer der Neuzugänge – ein sogenanntes Schmaltier, also ein Weibchen im zweiten Lebensjahr – könnte aktuell bereits trächtig sein. Falls das so ist, könnte es schon im Juni Nachwuchs im Rotwildgehege geben. Andernfalls müssten sich die Besucher bis kommendes Jahr gedulden. Bei den beiden anderen Neuen im Gehege handelt es sich um acht Monate alte weibliche Kälber. Sie bekommen frühestens in ein bis zwei Jahren Nachwuchs.

„Die Tiere sind im Moment noch etwas scheu. Sie haben sich jedoch gut eingelebt und werden von ihren Artgenossen im Gehege gut aufgenommen“, sagt Stadtförsterin Julia Johnson. Insgesamt gibt es auf der Waldau drei Wildgehege: Rotwild, Damwild und Schwarzwild. Zusammen sind die Gehege sieben Hektar groß. Die Tiere können an den Futterstationen gefüttert werden, haben aber auch genügend Raum, um sich zurückzuziehen. Das Damwildrudel besteht aktuell aus 25 Tieren, und im Schwarzwildgehege leben derzeit 15 Tiere. Damwild ist an seinem hellen Fell mit weißen Flecken zu erkennen. Anders als beim Rotwild bleiben diese Flecken auch bei ausgewachsenen Tieren. Beim Rotwild tragen nur die Kälber weiße Flecken im Fell. Der Damhirsch entwickelt ein breites Schaufelgeweih, der Rothirsch Stangen.

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