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„Bönnscher Kringel“: Festausschuss will Kreisel mit Karnevalsmotiven schmücken

„Bönnscher Kringel“ : Festausschuss will Kreisel mit Karnevalsmotiven schmücken

Der Festausschuss Bonner Karneval will den Kreisverkehr-Neubau mit Motiven aus dem Karneval verzieren. Es gibt aber auch andere Vorschläge.

Das Haus des Karnevals an der Maximilian-Kolbe-Brücke erinnert das ganze Jahr mit seiner bunten Fassade an die fünfte Jahreszeit. Geht es nach dem Festausschuss Bonner Karneval, soll bald ein weiteres jeckes Monument dazukommen. Ein Kreisverkehr, der derzeit auf der Hohe Straße gebaut wird, soll mit karnevalistischen Motiven gestaltet werden. Der Bürgerantrag dazu hat nun die Bezirksvertretung Bonn passiert.

„Gerade der Bönnsche Dialekt findet großen Anklang bei Kindern und Jugendlichen“, sagt Festausschuss-Vorsitzende Marlies Stockhorst. Deshalb, so ihre Idee, könnten dessen Elemente auch gut auf dem Kreisverkehr verwendet werden: Kamelle, Blömcher oder auch ein Kreisel als Synonym für den „Bönnschen Kringel“. Für sie wäre das eine „schöne Symbiose“, schließlich gibt es neben dem Haus des Karnevals auch schon die gleichnamige Haltestelle.

Die Stadt Bonn befürwortet den Vorstoß. Schon im Januar hatte es einen Bürgerantrag gegeben, um die beiden neuen Kreisverkehre zu gestalten. Damals ging es darum, sie jeweils mit einem Bonn- und einem Tannenbusch-Wappen zu verzieren. „Ziel des Antrags war eine Gestaltung der Innenflächen der Kreisel, mit der eine Identifikation mit dem Stadtteil beziehungsweise der Stadt hergestellt wird“, heißt es in einer Stellungnahme der Stadt dazu. Als Ergebnis der Beratung wurde die Verwaltung beauftragt, in Abstimmung mit den Antragstellern einen Vorschlag für die Gestaltung der Kreisverkehrsinsel zu erarbeiten. „Mit dem aktuellen Bürgerantrag werden ebenfalls identitätsstiftende Gestaltungen mit Bezug zum Bonner Karneval und zur Bönnschen Mundart vorgeschlagen, die aus Sicht der Verwaltung in die Überlegungen und Abstimmungen für die Gestaltung aufgenommen werden sollten.“

Problematisch sind nur die Kosten. Deshalb versucht die Verwaltung in der Regel zunächst, die Gestaltung der Kreisinnenflächen über einen Gestattungsvertrag mit inte­ressierten Firmen zu erreichen. Das bedeutet, dass eine Firma auf eigene Kosten den Kreisel gestaltet und unterhält. Im Gegenzug dürfen sie ein Werbeschild aufstellen. Der Gestaltungsplan wird zuvor den zuständigen Ratsgremien vorgelegt.

Zeit für die Beratungen ist jedenfalls noch. Im August hat das Tiefbauamt mit den Straßenbauarbeiten in der Hohe Straße begonnen. Zwischen Schlesienstraße und L183n wird die Asphaltdecke erneuert. Die Arbeiten kosten etwa 2,7 Millionen Euro und werden voraussichtlich bis August 2021 dauern.