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Forstamt repariert Asphaltwege im Kottenforst

Gesperrte Waldwege : Forstamt repariert Asphaltwege im Kottenforst

Der massive Holzeinschlag und Abtransport der vom Borkenkägfer befallenen Fichten hat auf den asphaltierten Forstwirtschaftswegen im Kottenforst Schlaglöcher und Abbruchkanten hinerlassen. Ab diesem Montag beginnt die abschnittweise Sanierung.

Mit einem Netz von asphaltierten Forstwirtschaftswegen - den Hauptachsen - ist der Kottenforst gut erschlossen. Wenn auch manchem Wanderer die harte Gehgrundlage nicht so genehm ist wie weicher Waldboden, Erholungssuchende nutzen die Wege intensiv. Zumal sie sich auf jeden Fall in regnerischen, feuchten Zeiten anbieten. Regelmäßig unterwegs sind dort auch Radfahrer, Inlineskater und Ausflügler, die auf einen Krankenfahrstuhl angewiesen sind. Weil die Forstwirtschaftswege zudem Teil des Radverkehrsnetzes NRW sind, werden sie täglich von vielen Berufspendlern, die aus dem Umland mit dem Fahrrad zu ihren Arbeitsplätzen nach Bonn fahren, als klimafreundliche Alternative zum Auto genutzt.

Wie der Leiter des Regionalforstamtes, Stephan Schütte, schildert, wurden die Wege in den vergangenen drei Jahren wegen der umfangreichen Holzeinschlagarbeiten durch Forstmaschinen und schwere Transport-Lkw extrem belastet und beschädigt. Grund ist der Abtransport Abertausender Bäume, die wegen der Schäden durch den Borkenkäfer gefällt werden mussten. „Die Schadholzmenge betrug rund 100.000 Kubikmeter“, so Schütte, das entspreche etwa 3000 LKW-Ladungen.

250.000 Euro für Sanierungsmaßnahme

In Folge sind tiefe Schlaglöcher und starke Abbruchkanten entstanden. „Sie stellen eine Gefahr insbesondere für die Radfahrer dar, weil diese leicht zu Stürzen führen können“, ist sich Schütte bewusst. In der Vergangenheit gab es viele Beschwerden von Waldbesuchern. Auch der Bonner Verein des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) hat sich an das Forstamt gewandt und insbesondere auf die Bedeutung dieser Forstwege für die radfahrenden Berufspendler hingewiesen. Aber auch Feuerwehr und Rettungsfahrzeuge müssen die Hauptachsen durch den Kottenforst sicher befahren können.

Die Erholungsfunktion des Kottenforstes zu sichern, ist ein gesetzlicher Auftrag der Landesforstverwaltung. Daher hat die Politik den Etat für das Aufforsten und die Instandsetzung der Wege aufgestockt. Laut Schütte kostet die Maßnahme, rund vier Kilometer Waldweg zu sanieren und zu teeren, rund 250.000 Euro. Die Erlöse aus dem Verkauf des geschlagenen Holzes können die notwendigen Ausgaben nicht decken, auch wenn der Holzpreis derzeit wieder anzieht.

Bahnhofsweg und Rulandweg gesperrt

Aufarbeitung und Abtransport der befallenen Fichten sind abgeschlossen. Schütte kündigt an, dass „jetzt die Wege wieder instand gesetzt werden sollen“. Im ersten Schritt werden ab diesem Montag Bahnhofsweg und Rulandsweg in Angriff genommen. Anschließend folgen Abschnitte auf dem Professorenweg und der Venner Straße.

Der Forstamtsleiter weist darauf hin, dass diese Wege für den Zeitraum der Arbeiten für die Bevölkerung gesperrt sind und bittet, auf die angrenzenden Waldwege auszuweichen. Nach seiner Einschätzung wird die Sanierung voraussichtlich rund zwei Wochen dauern. Eine genauere Terminierung könne er nicht angeben, weil die Durchführung der Arbeiten auch von der passenden Witterung abhängig sei. Schütte versichert jedoch, dass jeweils nur die konkreten Streckenabschnitte gesperrt würden, auf denen gearbeitet wird und nicht das gesamte Wegenetz. Ihm ist wichtig, dass Waldbesucher die Sperrungen unbedingt beachten, damit sie nicht durch Baumaschinen und Baustellenverkehr gefährdet werden.