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Großeinsatz der Feuerwehr: Gasleck auf Baustelle in Lengsdorf verschlossen

Großeinsatz der Feuerwehr : Gasleck auf Baustelle in Lengsdorf verschlossen

Feuerwehr und Stadtwerke Bonn (SWB) waren am Dienstag auf einer Baustelle in Bonn-Lengsdorf im Einsatz. Bei Bauarbeiten ist eine Leitung getroffen worden. Am Nachmittag konnte das Leck vorerst verschlossen werden.

In Bonn-Lengsdorf hat es auf einem Grundstück der Vereinigten Bonner Wohnungsbau AG (Vebowag) um 12 Uhr einen Gasalarm gegeben, nachdem ein Bohrgerät eine Leitung beschädigt hatte. Feuerwehr, Polizei und Stadtwerke Bonn (SWB) waren daraufhin im Einsatz.

Auf dem Gelände an der Villemombler Straße, wo früher der Landesbetrieb Straßenbau beheimatet war, baut die Vebowag derzeit einen neuen Komplex mit 123 Wohnungen. Im Zuge der Bauarbeiten mussten am Dienstag Pfähle in den Boden gerammt werden, erklärte Vebowag-Geschäftsführer Michael Kleine-Hartlage dem GA. Dabei wurde die Gasleitung getroffen.

Wie die Feuerwehr in einer Pressemitteilung schrieb, stoppte der Fahrer geistesgegenwärtig den Motor der Baumaschine, schaltete alle Zündquellen ab und wählte den Notruf. Das Gas entströmte unter hohem Druck und war hörbar, der Geruch war rund um die Einsatzstelle deutlich wahrnehmbar.

Reparaturen dauern bis zum Abend an

Permanent wurden die Luftwerte überprüft. "Nur im unmittelbaren Nahbereich wurden potenziell gefährliche Werte gemessen", so Feuerwehrsprecher Martin Haselbauer. Trotzdem wurden Anwohner vorsorglich gebeten, im Haus zu bleiben und Fenster und Türen geschlossen zu halten. Die Einsatzstelle war wegen der Explosionsgefahr weiträumig abgesperrt.

Die SWB konnten den Gasaustritt mit einer sogenannten Blase um 16 Uhr vorerst stoppen. Gleichzeitig gab die Polizei den Verkehr wieder frei. Bei der Reparatur, erklärte SWB-Sprecher Schui, wird an einer vorderen Stelle das Ventil verschlossen. An einer zweiten Stelle wird eine Blase, die einem Luftballon ähnele, eingeführt. Damit wird der Gasfluss gestoppt. Zurzeit wollen die Stadtwerke das beschädigte Stück ersetzen, was noch bis zum Abend andauert.

Im Einsatz waren rund 40 Einsatzkräfte der Feuerwachen 1 und 2 der Berufsfeuerwehr, des Rettungsdienstes sowie des Führungsdienstes. Einsatzkräfte von Malteser Hilfsdienst und des Deutschen Roten Kreuzes versorgten mit ihrer Betreuungseinheit die Einsatzkräfte mit Getränken.