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Autowaschanlage für Försterei: Grünes Licht für Waschanlage an der Waldau

Autowaschanlage für Försterei : Grünes Licht für Waschanlage an der Waldau

Die Bezirksvertretung Bonn hat grünes Licht für den Bau einer Autowaschanlage auf dem Betriebsgelände der Försterei an der Waldau gegeben. Damit geht für Stadtförster Sebastian Korintenberg ein großer Wunsch in Erfüllung.

Einem Waschplatz für verdreckte Fahrzeuge der Stadtförsterei an der Waldau steht nun quasi nichts mehr im Wege. Die Bezirksvertretung Bonn hat in ihrer Sitzung einstimmig beschlossen, dass die Stadtverwaltung entsprechende Ausschreibungen erstellen soll. Zuvor wurde der Antrag vertagt und auch der Ausschuss für Umwelt und Verbraucherschutz um Mitberatung gebeten. Nun die positive Entscheidung.

Damit geht für Stadtförster Sebastian Korintenberg ein großer Wunsch in Erfüllung: Denn seit mehr als drei Jahren bemüht er sich darum, dass die Waldfahrzeuge und Geräte an der Waldau gereinigt werden können. Bislang muss er zusammen mit seinen Kollegen immer in andere Gartenmeisterbezirke oder in eine Waschhalle von Bonnorange fahren. Denn nur dort dürfen die Fahrzeuge gewaschen werden, weil es vor Ort eine Ölabscheidung gibt. Die Fahrten kosten aber immer sehr viel Zeit und binden so auch Mitarbeiter für einen längeren Zeitraum. Der eigene Waschplatz verbessert den Betriebsablauf auf dem Wirtschaftshof der Försterei.

Die Kosten für die Maßnahme beziffert die Stadtverwaltung auf ungefähr 170 765 Euro. Leicht hat es sich die Politik mit der Entscheidung nicht gemacht, wie man der Diskussion in der Bezirksvertretung entnehmen konnte. Brigitta Poppe-Reiners berichtete, dass der Ausschuss für Umwelt und Verbraucherschutz kontrovers über das Thema diskutiert habe. Poppe-Reiners äußerte Skepsis, ob es sich bei dem Standort für den Waschplatz um den richtigen handelt.

„Wir haben nun verstanden, warum dort ein solcher Waschplatz gebaut wird“, sagte Herbert Spoelgen (SPD) und erinnerte an die vielen Fahrten zu den anderen Waschanlagen. Allerdings seien Anwohner auf die SPD zugekommen, die wissen wollten, ob mit den Baumaßnahmen für den Waschplatz eine Vergrößerung des Wirtschaftshofes der Stadtförsterei einhergehe. Der Vertreter des zuständigen Grünflächenamtes konnte die Frage während der Sitzung der Bezirksvertretung klären. „Nein, der Waschplatz soll auf dem bisherigen Gelände der Stadtförsterei entstehen, das Areal wird dafür nicht vergrößert“, so der Berichterstatter.

Christoph Grenz von den Piraten machte sich während der Diskussion die Sorge, ob der geplante Baubeginn im Herbst überhaupt noch eingehalten werden kann. Vor allem im Hinblick auf die derzeitige Corona-Epidemie.

Der Vertreter des Grünflächenamtes hatte diesbezüglich keine Zweifel, dass die Termine auch eingehalten werden könnten.