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Gemeindezentrum an der Matthäikirche: Johanniskirchen-Gemeinde feierte Spatenstich

Gemeindezentrum an der Matthäikirche : Johanniskirchen-Gemeinde feierte Spatenstich

Gleichzeitig ein Mikrofon, ein Liedblatt und einen Spaten in den Händen zu halten, das fiel Pfarrer Wolfgang Harnisch nicht leicht. Entsprechend holprig ging auch der erste Spatenstich für den Bau des neuen Gemeindezentrums an der Matthäikirche vonstatten. Aber er war nicht alleine: Eine ganze Reihe Personen aus der Gemeindeverwaltung sowie Architekt Thomas Hemmes leisteten ihm bei diesem Akt auf der kleinen Grünfläche direkt an der Einfahrt auf den Kirchhof gestern im Anschluss an den Gottesdienst Gesellschaft.

Dieser Spatenstich war so symbolisch, wie er nur sein konnte, denn er wurde nicht einmal dort zelebriert, wo das neue Gebäude gebaut wird. Dieses soll auf dem Grünstreifen zwischen Kirche und Kirchturm entstehen. Die dortige Mauer muss dem Bau weichen, der eine Verbindung zwischen Kirche und Turm schafft. Von einem überdachten und verglasten Foyer am bisherigen Kircheneingang aus kann man durch den großen Saal, der bis zu 100 Personen fassen soll, zum Turm gelangen.

Der Gemeindesaal stelle den zentralen Bereich dar, sagte Kirchbaumeister Reinhard Weber. An der Giebelseite der Kirche verläuft das Gebäude entlang der Außenmauer weiter, dort werden im Erdgeschoss eine Küche und weitere Räume untergebracht. "Im Obergeschoss kommen die Bücherei, das Gemeindebüro, das Sekretariat, ein Unterrichtsraum und ein weiterer für Veranstaltungen unter", erklärte Rolf Wiechers, Finanzkirchmeister der Johanniskirchengemeinde. Hinter dem Bau soll eine breite Terrasse entstehen.

Der Bau soll nach seiner Aussage rund 1,5 Millionen Euro kosten und bis November 2013 abgeschlossen sein - am liebsten will man dann bereits den Adventsbasar dort abhalten. "Die Bauzeit ist realistisch bemessen, da sind Pufferzeiten drin eingeplant, denn es kann ja immer etwas passieren", sagte Architekt Hemmes vom Architekturbüro Stein Hemmes Wirtz.

Das bisherige Pfarrzentrum im Hermann-Ehlers-Haus hat die Gemeinde aufgegeben. Harnisch teilte am Ende des Gottesdienstes die weiteren Pläne dazu mit. "Ich bin froh, dass das alte Gebäude nicht abgerissen wird." Man stehe kurz vor dem Gang zum Notar, um den Kaufvertrag mit dem Verein christlicher junger Menschen (VCJM) zu unterschreiben. Der wird dann aus der Innenstadt wegziehen, um im Ehlers-Haus seine neue Bleibe einzurichten. "Das ist eine Bereicherung für unseren Stadtteil", so Harnisch.