Bezirksvertretung Hardtberg Kindergarten in der "Grünen Mitte" wird erweitert

DUISDORF · Die Bezirksvertretung Hardtberg hat die Erweiterung des Kindergartens Im grünen Winkel in Duisdorf beschlossen. Somit werden dort, vis à vis des neuen Bahnhaltepunkts an der Helmholtzstraße, zwei weitere Kindergartengruppen entstehen, die mit viel Glück schon zum Kita-Jahr 2015/2016 eröffnen könnten.

 Am Ende des Neubaugebiets, direkt am Rande des Meßdorfer Feldes, liegt die Kindertagesstätte, die jetzt einen Anbau erhält.

Am Ende des Neubaugebiets, direkt am Rande des Meßdorfer Feldes, liegt die Kindertagesstätte, die jetzt einen Anbau erhält.

Foto: Rolf Kleinfeld

Das neue Gebäude, dessen Baukosten sich auf knapp 1,7 Millionen Euro belaufen, soll in konventioneller Bauweise im rechten Winkel zum Bestandskindergarten errichtet werden. Im Erdgeschoss und Obergeschoss wird jeweils eine Gruppe untergebracht. Durch einen Aufzug soll ein barrierefreier Zugang entstehen. Ferner ist auf dem bisher nicht genutzten Grünstreifen im Bereich des nördlichen Grundstücks ein gesonderter Außenspielbereich geplant.

Wie die Stadt in der Sitzung der Politiker mitteilte, entsteht ein Großteil der Kosten, weil der Neubau dort platziert werde, wo derzeit die Spielgeräte stehen. Diese müssten ebenso wie der Zaun versetzt werden.

Die Erweiterung hängt auch mit der Situation in Lessenich zusammen, weil die Errichtung eines Kindergartens im Neubaugebiet Hinter den Lessenicher Gärten in weite Ferne gerückt wird. Deshalb gibt es in dem Bereich eine hohe ungedeckte Nachfrage nach Plätzen sowohl für Kinder unter drei Jahren als auch für Kinder über drei Jahren (der GA berichtete).

Für Irritationen sorgte in der Sitzung, dass im Zuge des Kindergarten-Anbaus in der Grünen Mitte auch deutlich mehr Parkplätze entstehen, nämlich je nach Ausführung sieben oder neun Stück. Der Grund dafür: Eltern bringen immer häufiger ihre Kinder mit dem Auto zum Kindergarten, hat die Stadtverwaltung festgestellt. Das früher oft bemühte Prinzip der "kurzen Beine und kurzen Wege" scheint nicht mehr aktuell zu sein. "Wir versuchen aber", so der Vertreter der Stadt, "an dieser Stelle noch mit dem Bauordnungsamt zu verhandeln, ob es von seiner Parkplatzforderung abrückt."

CDU-Fraktionschef Bert Moll befürchtet, dass diese Kindergarten-Parkplätze von Fahrgästen genutzt werden könnten, die hier auf die Regionalbahn umsteigen wollen. "Dieser Zielkonflikt ist offensichtlich", sagte er. "Wenn sich das rumspricht, dass man hier parken kann, werden die Leute das tun und in den Zug umsteigen." Dabei sei ein Park & Ride-System an dieser Stelle nicht gewünscht.

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