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Kottenforst: Wegen Arbeiten sind Wege im Wald gesperrt

Arbeiten bis kommende Woche : Wege im Kottenforst für Besucher gesperrt

Im südlichen Teil des Kottenforstes muss das Regionalforstamt im Winter gefällte Bäume abtransportieren. Da dafür schweres Gerät anrücken muss, sind einige Wege für Waldbesucher gesperrt.

Spaziergänger und Fahrradfahrer, die im südlichen Kottenforst zwischen Röttgen und Viliprott unterwegs sind, müssen mit Einschränkungen wegen Waldarbeiten rechnen. Das Regionalforstamt Rhein-Sieg-Erft teilte mit, dass bis einschließlich Freitag, 18. Juni, der Communicationsweg zwischen Großer Stern und Jägerhäuschen gesperrt sei. Im Anschluss daran erfolge die Sperrung des Professorweges zwischen Jägerhäuschen und Villiper Allee für etwa fünf Tage. Für beide Abschnitte sind Umleitungen eingerichtet.

Im südlichen Kottenforst, in der Nähe des Jägerhäuschens wurden im Winterhalbjahr im Zuge der „naturgemäßen Waldwirtschaft“ Durchforstungen vorgenommen, um zu eng stehende sowie kranke und schwache Bäume zu fällen. „Jetzt muss das eingeschlagene Holz mittels moderner Forstmaschinen aus den Waldbeständen an die Forstwege transportiert werden“, erklärt Forstamtsleiter Stephan Schütte. „Wir müssen den Wald ja regelmäßig durchforsten. Die Bäume werden größer und brauchen mehr Wuchsraum und wenn sie zu eng beieinanderstehen, wird ein benachbarter Baum gefällt. Das sind junge und mittelalte Laubholzbestände gewesen, die in einem sehr dynamischen Wachstum sind.“ Die gefällten Bäume würden nun als Rohstoff genutzt, wie etwa für Parkettböden.

Wegen der Arbeit von schweren Forstmaschinen sind Bereiche für Waldbesucher gesperrt

Da auf den schmalen Waldwegen schwere Forstmaschinen, wie der sogenannte Tragschlepper zum Einsatz kommen, sei eine gleichzeitige Nutzung durch Waldbesucher wie Wanderer und Radfahrer aus Sicherheitsgründen nicht möglich, so das Forstamt. „Diese Wegabschnitte müssen zeitweise für den Besucherverkehr gesperrt werden.“ Eine örtliche Umleitung über angrenzende Waldbereiche sei während der Sperrungen eingerichtet und ausgeschildert, sodass der Kottenforst weiterhin als Erholungsraum zur Verfügung stünde und durchquert werden könne. „Es ist lediglich ein Umweg in Kauf zu nehmen.“ Das Regionalforstamt weist darauf hin, dass die Sperrungen unbedingt zu beachten sind, um die Sicherheit der Waldbesucher und der Forstbeschäftigten gewährleisten zu können. Passanten, die die Schilder missachten und sich in gesperrten Bereiche begeben, müssen nach dem Forstgesetz, mit einem Bußgeld von 50 Euro rechnen. „Wenn Spaziergänger die Sperrungen übertreten, kommen sie in den Gefährdungsbereich der Maschinen“, warnt Schütte.

Eine nächtliche Tour über die Absperrungen sei ebenfalls gefährlich, da herumliegende Äste und aufgewühlte Erde eine Stolperfalle sein könnten. Bei ungeplanten Witterungsveränderungen werde sich der Zeitraum der Arbeiten verlängern, so Schütte. Auf die Frage hin, ob der niederschlagsreiche Frühling dem Kottenforst gutgetan habe, resümiert der Leiter: „Der gesamte Wald hat davon profitiert, besonders die jungen und mittelalten Bäume.“ Ganz ausgereicht habe der vermehrte Regen aber noch nicht, denn größere und ältere Bäume seien weiterhin im Trockenstress. „Die Feuchtigkeit reicht noch nicht bis in die tieferen Bodenschichten, wo sie ihre Wurzeln schlagen.“ Dennoch ein gutes Zeichen: „Wir sind in diesem Jahr viel besser gestartet, als die letzten drei Jahre zuvor. Die Wälder konnte sich von den Dürren etwas erholen“, beobachtet Schütte.