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Naturschutz: Leiter rettet die Frösche in Röttgen

Naturschutz : Leiter rettet die Frösche in Röttgen

Wenn ein Frosch auf der Leiter steht, hat man normalerweise andere Assoziationen. Dann geht es wahrscheinlich ums Wetter und darum, wie die Vorhersage für die nächsten Tage sein wird. In Röttgen ist das anders: Wenn dort der Frosch auf der Leiter steht, rettet er sich gerade vor dem sicheren Tod.

Der Ausgangspunkt war ein trauriger: Die Biologische Station hatte festgestellt, dass die Sinkkästen rund um die Villiper Allee und der Straße Am Kottenforst ein Hindernis für die Krötenwanderung darstellen und sich an das Tiefbauamt der Stadt Bonn gewandt. Denn in den Gullys lagen zahlreiche tote Frösche.

Das Problem sind die Öffnungen in den Gullyabdeckungen. Die Tiere orientieren sich bei Ihren Wanderungen oft an den Bürgersteigkanten, berichtet das städtische Presseamt. Damit besteht die Gefahr, dass einige Exemplare in die Sinkkästen fallen. Und das ist auch häufiger schon passiert, wie Mitarbeiter der Biologischen Station festgestellt haben. Ein Entkommen der Tiere ist ohne weitere Maßnahmen nicht möglich. Als einzige Alternative bleibt, die Tiere rechtzeitig aus den Eimern zu befreien.

In Abstimmung mit der Biologischen Station hat das Tiefbauamt nun 30 spezielle Froschleitern an den entsprechenden Sinkkästen in Röttgen eingebaut. Diese Leitern bestehen aus einem schmalen Metallrahmen und einer aufgebrachten sogenannten Krallmatte. Diese ist ein grobes Kunststoffgewebe, welches den Tieren genug Halt zum Klettern bietet.

Auf diese Weise können sie wieder ins Freie gelangen. Die Konstruktion ist nach Literatur- und Praxisrecherche gemeinsam mit der Biologischen Station entwickelt worden, teilte das Presseamt weiter mit. Die Idee habe die Biologische Station entwickelt, das Tiefbauamt habe sie baulich umgesetzt. In die Sinkkästen eingebaut wurden die Froschleitern durch die Kolonne zur städtischen Kanalunterhaltung.