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Rathaus in Duisdorf: Martinsfackeln dürfen nicht leuchten

Rathaus in Duisdorf : Martinsfackeln dürfen nicht leuchten

Etwas traurig wirkten die Sankt-Martins-Laternen schon, so unbeleuchtet. Bei der diesjährigen Ausstellung der Martinsfackeln im Hardtberger Rathaus, die am Dienstag mit den jungen Künstlern sowie dem Lengsdorfer Sankt Martin Werner Dorn von der Hardtberger Bezirksbürgermeisterin Petra Thorand eröffnet wurde, durften die Laternen aus Sicherheitsgründen nicht leuchten.

"Das Amt für Arbeitssicherheit hat gesagt, dass wir das nicht dürfen", bedauerte die Bezirksbürgermeisterin, versprach aber für nächstes Jahr eine Lösung. So hängen die 330 bunten Laternen von den Duisdorfer, Lengsdorfer und Brüser Berger Schulen und Kindergärten nun unbeleuchtet im taghellen Ratssaal: Gespenster vom Kindergarten Burgkinder, blaue Fische vom Kindergarten Brüser Berg, prächtige Gänse und Eulen von der Finkenhofschule oder auch farbenfrohe Oasenstädte vom Hardtberg-Gymnasium.

Einen Bogen von der Martinsgeschichte zu den Flüchtlingen spannte Thorand in ihrer Ansprache. Heute kämen viele Menschen zu uns, die nichts hätten als das, was sie am Leibe trügen, sagte sie und forderte die Mädchen und Jungen auf, ihnen so selbstlos zu helfen wie einst Sankt Martin. Denn der heilige Martin habe gehandelt, als er einen Menschen frierend in der Kälte liegen sah.

Der römische Soldat, der im 4. Jahrhundert gelebt hat, teilte seinen Mantel mit dem armen Mann. Die Martinsfackelausstellung ist noch bis Donnerstag, 29. Oktober, im Ratssaal im Hardtberger Rathaus, Villemombler Straße 1, in Duisdorf zu dessen Öffnungszeiten zu sehen. khs

Martinszüge

Am Mittwoch, 4. November, zieht der Martinszug ab 18 Uhr ab Uhlgasse/Dorfplatz durch Lengsdorf. In Duisdorf startet der Martinszug am Donnerstag, 5. November, um 18 Uhr auf der Rochusstraße und auf dem Brüser Berg am Freitag, 6. November, um 17.30 Uhr an der Borsigallee. Informationen zum Zugweg und den Martinsfeuern auf www.bonn.de.