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Skater-Anlage auf dem Brüser Berg: Mehr Licht, mehr Skater

Skater-Anlage auf dem Brüser Berg : Mehr Licht, mehr Skater

Die Halfpipe-Anlage auf dem Brüser Berg soll eine stärkere Beleuchtung bekommen. Der Grund: Unter der A565 wird es schnell dunkel und die bisherige Beleuchtung ist nicht ausreichend.

Die Halfpipe-Anlage auf dem Brüser Berg soll eine neue Beleuchtung erhalten. Mit einem entsprechenden Beschluss hat der Stadtrat die Verwaltung im März beauftragt, die Maßnahme umzusetzen. Die Sportstätte unter der A565 soll so für Jugendliche attraktiver gemacht werden. Die Polizei sieht in den Planungen Verbesserungsbedarf und bietet ihre Unterstützung an.

Im Schatten der A565 liegt die eingezäunte Skater-Anlage zwischen staubigem Kies. Die großen Betonplatten der Brücke verhindern, dass die Sonne auf die Anlage scheint. Die Folge: Schwindet das Tageslicht, wird es unter der Brücke entsprechend dunkel – auch weil die bisherige Beleuchtung, eine Straßenlaterne vor der Halfpipe, keinen ausreichenden Lichtkegel wirft. Dieser Umstand hält offenbar viele Jugendliche von einer Nutzung der Anlage ab, beobachtet Bert Moll, CDU-Stadtverordneter für den Brüser Berg und Lengsdorf. „Insbesondere in den Wintermonaten ist die Verschattung unter der Autobahn früh gegeben. Ein sicheres Befahren der Sportanlage wird dadurch erschwert“, sagt Moll. Die Anlage werde demnach wenig bis gar nicht genutzt. Man sei hier den Rückmeldungen von Anwohnern nachgegangen, so Moll. „Wir wollen jetzt aus der Anlage das Bestmögliche machen und mit der Lichtanlage die Attraktivität und Sicherheit vor Ort steigern.“

Höhe der Kosten noch nicht bekannt

Wann die geplante Maßnahme durchgeführt wird und wie hoch die Kosten sind, kann die Stadtverwaltung derzeit nicht beantworten. Markus Schmitz begründet das mit dem Zeitraum, der seit der Beauftragung am 16. März vergangen sei. „Geplant ist, unterhalb der Autobahn eine Deckenbeleuchtung mit Bewegungsmelder anzubringen, damit die gesamte Anlage gut ausgeleuchtet wird“, erklärt Moll. Der parallel verlaufene Fußgänger- und Radweg werde hingegen in den Planungen nicht berücksichtigt. Der Bewegungsmelder solle dazu beitragen, dass Energie gespart wird. Dieser sei zusätzlich beauftragt worden, so Moll.

Er glaubt, dass der Treffpunkt so an Attraktivität gewinnen und mehr Jugendliche anziehen werde. „Wir wollen hier eine bessere Freizeitmöglichkeit schaffen, davon gibt es auf dem Brüser Berg zu wenige.“ Den Standort der Anlage sieht Moll indes kritisch: „Ich finde das nicht sonderlich schön unter der Brücke.“ Ein Umzug der Sportstätte, die seit mehr als zehn Jahren auf dem Brüser Berg steht, sei aber nicht in Planung. „Die Anlage ist in einem guten Zustand, und es mangelt vor Ort auch an alternativen Plätzen.“ Die Funktionstüchtigkeit der Halfpipe bestätigt auch die Stadtverwaltung: „An der bestehenden Skater-Anlage sind keine Sanierungsarbeiten notwendig“, sagt Schmitz.

Parallel zur Halfpipe verläuft unter der Brücke die Wegeverbindung zwischen Brüser Berg und Ückesdorf. Viele Spaziergänger und Fahrradfahrer sind zwischen den Grünanlagen unterwegs. Den Zustand der Wegebeleuchtung sieht die Bonner Polizei hier kritisch. „Die Beleuchtung vor Ort ist nicht optimal. Die Halfpipe wird relativ hell ausgeleuchtet, die angrenzende Umgebung ist hingegen stockfinster. Wünschenswert wäre, dass man bei der Maßnahme auch die Wegebeleuchtung verbessert“, sagt Polizeisprecher Michael Beyer gegenüber dem GA. Die Polizei biete der Stadtverwaltung zu diesem Thema Beratungsgespräche an. Das Kommissariat für Kriminalprävention und Opferschutz berate auch zum Aspekt der Verhinderung von Verbrechen aus städtebaulicher Sicht, so Beyer. Das Kommissariat stehe für einen Austausch mit der Stadtverwaltung zur Verfügung. „Durch dunkle Bereiche geht man nicht gerne – das ist auch eine Frage des subjektiven Sicherheitsgefühls.“

Moll, der die Stelle häufiger mit dem Fahrrad passiert, teilt die Ansicht: „Ich muss gestehen, dass ich meine Kinder dort in der Nacht nicht durchschicken würde.“ Der Vorsitzende der CDU-Bezirksfraktion Bonn-Hardtberg betont aber auch, dass das nicht das Hauptanliegen für den Antrag gewesen sei. „Wir wollen die Halfpipe nutzbarer machen.“

Keine nennenswerten Einsätze der Polizei

Im vergangenen Jahr sei es zu keinen nennenswerten Einsätzen an der Skateranlage gekommen, berichtet Beyer. „Wir hatten vereinzelt Meldungen von Ruhestörungen.“ Dem Stadtordnungsdienst liegen keine Beschwerden über Personen vor, die sich an der Halfpipe getroffen haben, berichtet Schmitz. Auch im angrenzenden Wohngebiet hielten sich die Einsatzahlen gering. Im unmittelbaren Umkreis, der fünf Straßenzüge umfasst, erteilte die Polizei im vergangenen Jahr 31 Strafanzeigen. Dabei handelte es sich laut Beyer in erster Linie um Diebstahl-, Betrugs- und Sachbeschädigungsdelikte. An der Halfpipe selbst beobachtet die Polizei wenig Probleme.