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Sitzung der Bezirksvertretung: Neue Schilder für den Stadtbezirk

Sitzung der Bezirksvertretung : Neue Schilder für den Stadtbezirk

Wie komme ich sicher über den Brüser Damm zur Bushaltestelle? Was bringt die neue Ampel auf dem Konrad-Andenauer-Damm? Und wann werden endlich schäbige Ortsschilder im Stadtbezirk ausgetauscht? Viele Themen der Sitzung der Bezirksvertretung Hardtberg am Dienstagabend drehen sich um Straßen und Verkehr.

  • Die Bushaltestellen "Hallestraße" auf beiden Seiten des Brüser Damms sind mittlerweile barrierefrei ausgebaut worden. Doch für Gehbehinderte ist damit noch lange nicht jedes Problem gelöst. Wie kommen sie möglichst einfach über den an der Stelle fünfspurigen Damm. Nehmen sie die Fußgängerbrücke, müssen sie Treppen steigen. Ebenerdig kommen sie an der Ampel Celsiusstraße rüber, was aber einen Umweg von 400 Metern bedeutet. So diskutierten die Politiker über einen Bürgerantrag, der einen ebenerdigen Fußgängerüberweg an den Busstationen fordert. Von einer "lebensfremden Regelung" sprach Wolfgang Esser. Die SPD wollte gar, dass überall an mindestens vierspurigen Straßen im Stadtbezirk Überwege geprüft werden - abgelehnt. Denn das würde zu lange dauern und sei auch teuer, so Christian Trützler (Grüne). Die Stadt wies darauf hin, dass es kein Geld für eine Ampel - 70 000 Euro kostet die - gibt. Ein Zebrastreifen sei an so einer mehrspurigen Stelle nicht erlaubt. Nun soll geprüft werden, was sich noch machen lässt, auch unter Einbeziehung der Behindertengemeinschaft.
  • Nach dem Bau der neuen Ampel auf dem Konrad-Adenauer-Damm wollen die Politiker über ihren Nutzen auf dem Laufenden gehalten werden. Die war gebaut worden, weil die von der Autobahn kommenden Fahrer nicht immer auf Stoppschilder geachtet hatten, so Axel Reiß vom Straßenverkehrsamt. Die jährlich tagende Unfallkommission beschäftige sich auch weiterhin mit dem Adenauer-Damm - was auch für den unfallträchtigen Kreisverkehr an der Julius-Leber-Straße gelte.
  • Die Hinweisschilder auf Ückesdorf und die Unikliniken hinter Lengsdorf sind beschmiert. "Es gehört auch zur Wohnkultur, dass es schöne Ortseingangsschilder gibt", sagte Christoph Schada (CDU) und verwies auf die Straße an der Ohligsmühle, wo das Schild "Lengsdorf" in keinem guten Zustand mehr sei und in anderer Richtung die Aufschrift "Endenich" völlig verblasst ist. "Neue Schilder sind schon bestellt", sagte ein Mitarbeiter der Stadt. Sie sollen schon bald montiert werden.
  • Bei der ersten Beratung über die Zukunft der Gallwitz-Kaserne sehen die Politiker Probleme beim Verkehr. Sie bezweifeln, dass die Parkplätze in dem Neubaugebiet ausreichen werden. Nach Angaben der Stadt sollen die oberirdischen Plätze - sie machen zehn Prozent aus - Besuchern vorbehalten bleiben. Die künftigen Anwohner sollen in der Tiefgarage parken. Wie berichtet läuft derzeit die Ausschreibung für das 7,6 Hektar große Gelände der 1936 erbauten Kaserne zwischen Julius-Leber-Straße und der A 565. Zudem soll der Bebauungsplan aufgestellt werden. Alle Fraktionen begrüßten noch einmal, dass an der Stelle geförderter Wohnraum entstehen soll.