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Fitnessparcours auf der Waldau: Neuer Fitness-Trail am Universitätsklinikum in Bonn eröffnet

Fitnessparcours auf der Waldau : Neuer Fitness-Trail am Universitätsklinikum in Bonn eröffnet

Am Universitätsklinikum wurde der neue Fitness-Trail auf dem Rheinhöhenweg am Waldrand eröffnet. Am Dienstag wurde er offiziell eingeweiht. Die Stationen sind einfach gehalten.

Wenn man den neuen Fitness-Trails am Universitätsklinikum Bonn so absolvieren möchte, wie es vorgesehen ist, läuft man immer zwischen der ersten und der zweiten Station hin und her. Das sind jeweils 950 Meter, auf etwa halber Strecke findet man noch Station drei. Man absolviert an jeder Station eine der fünf auf den Tafeln gezeigten Übungen an den jeweiligen Geräten, dann geht es weiter. An den Stationen werden viele Muskeln turnerisch beansprucht, und durch die Lauferei – am Ende hat man idealerweise 8550 Meter zurückgelegt – hat man auch noch Konditionstraining betrieben. Oder man nutzt das Fitness-Angebot einfach so, wie es einem passt, etwa beim Vorbeijoggen.

Fitnessparcours auf der Waldau: Neuer Fitness-Trail am Universitätsklinikum in Bonn eröffnet
Foto: Stefan Knopp

Am Dienstag wurde der Trail, der oberhalb von Kessenich auf dem Rheinhöhenweg unmittelbar am UKB-Gelände vorbeiführt, offiziell eingeweiht. Die Stationen sind denkbar einfach gehalten: Die eine ist letztlich nur eine Bodenfläche, die zweite eine tiefe Barrenstange aus Metall und die dritte besteht aus einem Parallelbarren. Alle Bereiche sind mit Holzschnitzeln ausgelegt. Das Konzept haben sich Sportler des Deutschen Turner-Bundes (DTB) ausgedacht. Es gehe um ganzheitliche Übungen, erklärte Turnerin und Projektkoordinatorin „Fitness-Locations“ Michaela Ruffing, auch fürs Körpergewichtstraining. „Viele Partien des Körpers werden integriert.“ So könne man beim Tiefbarren nicht nur die Beinmuskulatur stärken, sondern auch Stützübungen machen.

Fitnessparcours auf der Waldau: Neuer Fitness-Trail am Universitätsklinikum in Bonn eröffnet
Foto: Stefan Knopp

Insgesamt rund 7000 Euro hat das UKB für die Vorbereitung der Stationsflächen und die Installation der Geräte bezahlt. Mit beteiligt waren außerdem die Barmer Krankenkasse, deren Bonner Hauptgeschäftsführer Marco Henn die Eigenleistung des UKB lobte, und die Stadt Bonn, die die Flächen im Landschaftsschutzgebiet zur Verfügung stellte. Dafür, sagte Stefan Günther, Leiter des Sport- und Bäderamtes, hätten alle Beteiligten einen langen Atem beweisen müssen: Denn dafür habe man eine „landschaftsrechtliche Befreiung“ benötigt.

Die Stationen sind laut Ruffing einfach und robust gehalten, damit sie der Waldwitterung trotzen und leicht gepflegt werden können. Die Pflege organisiert Charlotte Kaspari, Leiterin des UKB-Facility-Managements, mit ihrem Team. Der Ärztliche Klinikum-Direktor Wolfgang Holzgreve freute sich über dieses Angebot, das zum einen natürlich für alle sportlich Interessierten Menschen, die sich dort im Wald bewegen, gedacht ist. Zum anderen komme es aber auch den Mitarbeitern und Patienten des UKB zugute.

„Hier Sport zu machen, ist ökologisch gut“, war Holzgreve überzeugt. Der Trail schließe an das UKBfit an, das 2017 eröffnete und in Zusammenarbeit mit dem Hochschulsport betriebene Fitness-Studio für Angestellte des Klinikums. Dort habe man schon mehr als 500 Abos. „Das zeigt, dass da ein unheimlicher Bedarf ist.“

Die Anlage passe sehr gut in die städtische Strategie, „Sport für alle Menschen zu ermöglichen“, so Günther. Dazu gehöre zum Beispiel auch die Umgestaltung des Reuterparks neben dem Haus der Jugend und die der Sportanlage auf dem Heiderhof. Beide Projekte könnten bald umgesetzt werden, kündigte er an.