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Kulturzentrum Hardtberg: "New Jazz Cats" voller Spielfreude

Kulturzentrum Hardtberg : "New Jazz Cats" voller Spielfreude

Ein großartiges Konzert gaben die "New Jazz Cats" gestern beim Duisdorfer Jazz Sommer im Kulturzentrum Hardtberg. Über 120 Besucher waren begeistert, so unterhaltsam, so abwechslungsreich war das Programm und so voller Spielfreude war die Band.

Gerd Beth (Schlagzeug), Eugen Endress (Banjo und Gitarre), Erich Florin, genannt Enrico (Trompete und Flügelhorn), Albrecht Pohl (Posaune und Saxophon), Wolfgang Wendt (E-Bass) und Bandleader Peter Ziehe (Saxophon) präsentierten den Besuchern eine Reise durch die Stilarten des Jazz. Der Klang der Gruppe glich dabei eher einer kleinen Bigband als einer Jazz-Combo.

Wenn es in Wikipedia dazu heißt "Die Combos können als Keimzellen neuer Ideen verstanden werden", so setzten die New Jazz Cats genau dies um. Denn egal ob Dixie, Blues, Marsch, Swing, ob Samba oder Rock, die Band hatte einfach alles drauf. Dabei sind sie Amateure und spielen aus Spaß an der Musik, neben ihren bürgerlichen Berufen. Um genau zu sein, sie sind inzwischen Rentner.

"Wir sind die dynamischste Jungrentnerband Nordrhein-Westfalens", sagte Bandleader Peter Ziehe bei einer seiner Ankündigungen, um fortzufahren:. "Wir versuchen die Kultur der unplugged Musik, der Live-Musik, weiterzugeben." Was ihnen bestens gelungen ist. Jeder Musiker bekam seine Soli, jeder seinen eigenen Applaus. Das Publikum swingte mit, ja es sang sogar mit!

Das Brot des Künstlers ist der Applaus, sagt man leichthin. Im Kulturzentrum ist das anders. In der Pause wird für die Band gesammelt. "Möglichst geräuschlos", bat Veranstalter Horst Bachmann und meinte damit möglichst Scheine. Dieses Geld ist immer für die Band. Sie bekam an diesem Tag nicht zu knapp "Brot". Die anderen Kosten (Versicherung, GEMA, Reklame) deckt der Kulturverein durch Sponsoren ab, so dass der Eintritt jede Woche frei ist.

Eine ganz andere Sache hingegen ärgert die Veranstalter. Besucher belegen vor Konzertbeginn Stühle für Freunde oder Bekannte, die dann zu Beginn nicht da sind. Bei gutem Besuch, wie gestern, schauen dann weitere Besucher in den Veranstaltungssaal, finden keinen Platz mehr, weil ja alles belegt ist, und gehen wieder. "Das muss so nicht sein", meinte Horst Bachmann.