Kulturzentrum Hardtberg Ohrenschmaus für Fans von Filmmusik

Duisdorf · Ein begeisterndes Konzert erlebten gut 150 Besucher im am Samstagabend im Kulturzentrum Hardtberg. Zu Gast war der Filmhaus-Chor aus Köln unter der Leitung des in Bonn bekannten – unter anderem durch seine Arbeit im Theater Marabu – Guido Preuß.

 Stimmungsvoll: Der Filmhaus-Chor kredenzt Klassiker.

Stimmungsvoll: Der Filmhaus-Chor kredenzt Klassiker.

Foto: MLH

„Ihr Klassiker kommet“ nannte der Chor sein Programm. Der Chor hat als deutschlandweites Alleinstellungsmerkmal, dass er Filmmusiken und Melodien aus Fernsehfilmen und Serien singt. Und das a cappella.

Mit unterhaltsamen Moderationen wurden die Besucher auf die Stücke vorbereitet. Gleich zu Beginn ging man der Frage nach, was klassisch und was ein Klassiker ist. Zur Kaufhausmelodie aus „Frühstück bei Tiffany“ erfuhr man, dass Marylin Monroe eigentlich die Rolle von Audrey Hepburn hätte spielen sollen. Oder dass sich die Gruppe Queen zur „Bohemian Rhapsody“ keinen Chor leisten konnte. Melodien, nein Ohrwürmer, aus den „Star Wars“- und aus James-Bond- Filmen erkannten die Besucher schon nach den ersten gesungenen Noten. Die „Ode an die Freude“ ließ der Chor aus allen vier Ecken des Saals erklingen, versehen mit dem Hinweis, dass dieses Stück von Beethoven in „Clockwork Orange“ von Kubrik zu hören war.

Ein besonderer Ohrenschmaus war die Sopranistin Andrea von Grafenstein, die unter anderem eine Arie aus „Figaros Hochzeit“ sang. Diese Melodie war zugleich in einem Film mit Meryl Streep zu hören. Nur die Suche nach einem Film von Frauen über Frauen mit Frauen, zu dem eine Frau die Musik geschrieben hat, blieb erfolglos. Zunächst hatte man, rein rhetorisch, Marylin Wilson für die Komponistin gehalten, doch der erste Vorname lautete Robert.

Als zum Schluss der Organisator Horst Bachmann dem Chor danken wollte, da wurde er von den Besuchern lauthals mit „Zugabe“- Rufen übertönt. Das Winnetou-Thema als Zugabe, eine Melodie aus einer Neuverfilmung von RTL, die erst noch ausgestrahlt werden wird, hatte sich der Chor redlich verdient!

Fazit: Chöre, auch gute Chöre, gibt es viele im Rheinland. Aber diesen Chor sollte man sich unbedingt merken!

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