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Fast sieben Prozent der Fahrer sind zu schnell: Raser auf dem Ippendorfer Weg unerwünscht

Fast sieben Prozent der Fahrer sind zu schnell : Raser auf dem Ippendorfer Weg unerwünscht

Regelmäßig wird auf dem Ippendorfer Weg - wo ein Tempolimit von 30 Kilometer pro Stunde gilt - geblitzt, da Autofahrer zu schnell den Berg runterfahren. Damit sie dort langsamer fahren, schlägt die Politik Bremsschwellen vor.

Der Blitzer auf dem Ippendorfer Weg wird regelmäßig aufgestellt; der General-Anzeiger kündigt die Geschwindigkeitskontrollen von Stadt und Polizei immer zuvor an. Und dennoch rauschen viele Autofahrer abwärts Richtung Lengsdorf immer noch in die Falle. Der rote Blitz überrascht sie meistens in Höhe der Hausnummer 16.

Laut Verwaltung fielen am 17. Juli innerhalb von rund sechs Stunden am Vormittag 64 Autofahrer von insgesamt 748 wegen Überschreitung der vorgeschriebenen 30 Stundenkilometer auf. Am 21. Juli waren es in den späten Nachmittagsstunden 35 von 519 Autofahrern. Im August waren es bei zwei Kontrollen 57 von 1098. Das macht fast sieben Prozent, die zu schnell unterwegs sind. Die Stadt hat die Strecke im Blick und kündigt weitere Kontrollen an.

Aus Sicht der Anwohner ist die Überwachung eine positive Maßnahme, dennoch bleibt der Durchgangsverkehr – Ippendorfer Weg, Im Mühlenbach und Lingsgasse – eine Belastung. Überhöhte Geschwindigkeit die steile, kurvige Straße hinunter birgt ein erhöhtes Unfallrisiko. Aber es ist auch der Lärm, der stört. Leise geht es auch nicht zu, wenn die Feuerwehr von der Wache am Mühlenbach ausrückt.

CDU-Ratsherr Bert Moll schlägt vor, zur Tempodrosselung auf dem Ippendorfer Weg beispielsweise „Kölner Kissen“ – das sind Bremsschwellen – aufzubringen. Weil das eine eher aufwendige Maßnahme ist, könnte laut Moll auf der Strecke am Straßenrand alternativ auch eine Geschwindigkeits-Signalanlage aufgestellt werden. Auto- und Motorradfahrer werden im Moment darauf hingewiesen, wie schnell sie unterwegs sind.

Meistens stehen solche Anlagen am Ortseingang, um den Fahrer bei der Einhaltung der vorgegebenen Geschwindigkeit zu unterstützen. Das optische Signal eines Smileys macht mit heruntergezogenen Mundwinkeln eindeutig klar, dass die vorgeschriebene Geschwindigkeit überschritten wird. „Eine solche Maßnahme, die den Fahrzeugführer bei der Beachtung der Geschwindigkeitsbeschränkung unterstützt und nicht mit einer Sanktion belegt, wäre angemessen und verhältnismäßig“, erklärt Moll.