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40. Bonner Skatmeisterschaft: Reizen bis zum Gehtnichtmehr

40. Bonner Skatmeisterschaft : Reizen bis zum Gehtnichtmehr

"18, 20, 22" reizt der eine Spieler bis der nächste "weg" sagt. Viel mehr als das Reizen war nicht zu hören bei den 40. Bonner Stadtmeisterschaften im Skat am Sonntag im Brüser Berger Nachbarschaftszentrum.

Trocken und ohne Kommentar spielen die meisten ihr Blatt aus, bis das Spiel von vorne beginnt. "Beim Skat geht es im wesentlichen um Konzentration", sagt Walter Wenzel, der Vorsitzende der 1. Bonner Skatgemeinschaft. Man muss wissen, welche Karten bereits ausgespielt sind und kann so Rückschlüsse auf das Blatt der Gegner ziehen. "Es ist einfach ein schönes Hobby", findet Wenzel, so wie andere Sportarten auch. Denn Skat ist als Sport anerkannt. Viele Redewendungen leiten sich vom Skatspiel ab, wie etwa "Reizen bis zum Geht-nicht-mehr".

Glück hilft einem Spieler beim Skat vielleicht bei einem Spiel, aber bei der Stadtmeisterschaft werden zwei Serien mit je 48 Spielen gespielt - und da hilft nur Können, sagt der Skatliebhaber. "Skat ist kein Glücksspiel", stellt Wenzel fest. Wie bei jedem Sport gibt es Schiedsrichter, die über die Einhaltung der Regeln wachen. Kommt es zu einem Streitfall - etwa, dass jemand falsch bedient hat -, werden die Schiedsrichter hinzugezogen.

Bei den diesjährigen Meisterschaften nahmen insgesamt 54 Spieler teil, davon sechs Frauen. Skat ist noch immer eine Männerdomäne", so Wenzel. Sieger ist, wer nach den 96 Spielen die höchste Punktzahl erreicht hat. Die Hardtberger Bezirksbürgermeisterin Petra Thorand hat auch diesmal wieder einen Pokal für den Sieger gestiftet. Der Siegerpokal und ein Preisgeld von 175 Euro ging in diesem Jahr an Helmut Semler mit 2864 Punkten. Zweiter wurde mit 2801 Punkten Karl Deliege, der 125 Euro mit nach hause nehmen konnte. Als dritter mit 2626 Punkten bekam Peter Kantner immerhin noch 70 Euro. Ein Preisgeld gab es bis Platz 15.