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Bäder in Bonn: Stadt beantragt Millionenförderung für Hardtbergbad und Römerbad

Bäder in Bonn : Stadt beantragt Millionenförderung für Hardtbergbad und Römerbad

Die städtische Kasse ist leer. Doch nun könnten sich Fördertöpfe des Bundes auftun: Ein Projekt zur Sanierung von kommunalen Einrichtungen könnte dem Hardtbergbad zu Gute kommen. Chancen für eine finanzielle Förderung besteht auch für das Römerbad.

Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit fördert ein Projekt zur Sanierung von kommunalen Einrichtungen bei Sport, Jugend und Kultur. Der Stadtrat will damit nun das Hardtbergbad sanieren. Und wenn alles klappt und am Ende noch was übrig ist, wird auch noch ein Teil des Römerbads auf Vordermann gebracht, wo das neue Kinderbecken bislang nur als Planung existiert.

Die Linken gingen etwas vorsichtiger an die Sache ran, "um den Bogen nicht zu überspannen", sagte Fraktionschef Michael Faber in der Ratssitzung. Die Partei machten auf das Förderprogramm aufmerksam und wünschte in einem Dringlichkeitsantrag, dass sich die Stadt nur auf das Römerbad konzentriert, das mit 2,6 Millionen Euro zu sanieren wäre. Der kurz vor der Ratssitzung vorgestellte Verwaltungsvorschlag plädiert aber für das Hardtbergbad, in das zehn Millionen Euro investiert werden müssten.

Nach den Förderspielregeln schießt das Ministerium 45 Prozent bei einem Projekt zu - maximal vier Millionen Euro. Die übrigen 55 Prozent muss die Kommune selbst tragen. Der Antrag dafür muss bis zum 13. November vorliegen. Jetzt hat die Stadt sowieso schon 29 Millionen Euro für die Sanierung der Bäder in den kommenden Jahren eingeplant. Gerade beim Hardtbergbad sei sie unumgänglich. Geplant ist, dass dort ein echtes Kombibad entsteht.

Durch die Entlastung des Etats um die Fördermillionen könnte also am Ende noch Geld fürs Römerbad übrig bleiben. Beispielsweise die 770 000 Euro, die für das neue Kinderbecken nötig sind. Über diese Idee ließ CDU-Parteichef Christos Katzidis direkt noch mit abstimmen, was auch Faber für einen guten Weg hielt.

Der Linken-Chef hat aber Sorge, dass das Hardtbergbad vielleicht nicht förderfähig ist, die Stadt am Ende zu hoch pokert und ohne Förderung dasteht. Beigeordneter Martin Schumacher versicherte aber, dass die Frage, ob ein Projekt überhaupt förderfähig ist, in Gesprächen mit dem Ministerium geklärt werde. So wurde der Verwaltungsvorschlag einstimmig verabschiedet.