1. Bonn
  2. Hardtberg

Geschwindigkeitskontrollen in Bonn: Stadt rechtfertigt Radarfallen während der Corona-Krise

Geschwindigkeitskontrollen in Bonn : Stadt rechtfertigt Radarfallen während der Corona-Krise

Die Stadt Bonn kontrolliert auch in Corona-Zeiten die Geschwindigkeiten der Autofahrer auf der Straße. Das sorgt bei einem GA-Leser für Verwunderung. Die Stadt erklärt die Kontrollen.

Dass die Stadt Bonn und die Polizei auf den Straßen in der Bundesstadt die Geschwindigkeit der Auto-, Lastwagen- und Motorradfahrer überprüft, ist nichts Besonderes. Allerdings fragt ein GA-Leser nun, ob diese Maßnahmen auch in Zeiten von Corona sinnvoll sind. „Ich war sehr überrascht, dass ich heute auf der Ladestraße in Duisdorf hinter Hellweg eine mobile Radarmessstation entdeckte. Offensichtlich hat die Stadt Bonn auch in diesen Zeiten genug Personal, um Radarmessungen durchzuführen statt Verstöße gegen Coronaauflagen zu kontrollieren“, schrieb der Leser an die Redaktion.

Zu schnelles Fahren löst viele Unfälle aus

Grundsätzlich halte er die Geschwindigkeitskontrollen für sinnvoll, allerdings empfinde er es „als ziemlich instinktlos auf fast leeren Straßen, die vielleicht dazu verleiten, ein wenig schneller zu fahren, solche Abkassierfallen aufzubauen“.

Marc Hoffmann, stellvertretender Sprecher der Stadt, stellt klar, dass es zu den Aufgaben der Stadt gehört, Gefahren für die öffentliche Sicherheit und Ordnung abzuwehren. Dazu zähle auch, die Unfallgefahr durch Geschwindigkeitskontrollen zu verringern. „Auch in der jetzigen Situation muss daher zu schnelles Fahren im Sinne aller Verkehrsteilnehmer kontrolliert und geahndet werden“, so Hoffmann. Er erinnert daran, dass überhöhte Geschwindigkeit zu den häufigsten Unfallursachen gehört.

„Die Stadt möchte daher auch jetzt so weit wie möglich vermeiden, dass jemand durch Unfälle verletzt oder gar getötet wird“, sagt er. Derzeitig relativ leere Straßen würden aber nicht zum schnelleren Fahren verleiten. „Die Stadt kann nicht bestätigen, dass bedingt durch das derzeitig geringere Verkehrsaufkommen mehr als sonst zu schnell gefahren wird“, so Hoffmann.