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Waldau in Bonn: Stadtförsterei bekommt einen neuen Waschplatz

Waldau in Bonn : Stadtförsterei bekommt einen neuen Waschplatz

Eine Lösung gibt es für verdreckte Fahrzeuge der Försterei: Eine neue Anlage soll an der Waldau für 170. 000 Euro gebaut werden. Im Herbst soll die Anlage in Betrieb gehen.

„Da würde ein Traum in Erfüllung gehen“, sagt Stadtförster Sebastian Korintenberg zu der Vorstellung, dass noch in diesem Jahr ein Waschplatz für die Betriebsfahrzeuge seiner Försterei an der Waldau entstehen könnte.

Seit drei Jahren bemüht er sich darum, dass die verdreckten Waldfahrzeuge und Geräte an der Waldau gesäubert werden können. „Vor Ort wird hier nichts gewaschen“, sagt er. „Unsere Fahrzeuge müssen jeweils in andere Gartenmeisterbezirke oder in die Waschhalle von Bonnorange gebracht werden.“ Auch wenn der Platz auf dem Wirtschaftshof vorhanden ist, wäre dort eine Autowäsche wegen der fehlenden Ölabscheidung verboten.

Dass dieser Missstand bald behoben wird, scheint absehbar: Noch im vergangenen Dezember hatten die Mitglieder der Bezirksvertretung einem Beschluss zur „Errichtung eines Waschplatzes für Betriebsfahrzeuge/-geräte auf dem Wirtschaftshof“ zugestimmt. In der Vorlage wird erklärt, dass es sich bei dem Waschplatz um eine „dringend notwendige Maßnahme“ handelt, die den Betriebsablauf auf dem Wirtschaftshof der Försterei verbessern werde.

Das scheint auch dringend notwendig. Bisher, sagt Korintenberg, könne ein Mitarbeiter schon mal einen ganzen Arbeitstag lang damit beschäftigt sein, verschiedene verschmutzte Geräte auf einen Hänger zu laden, um diese anschließend mit einem ebenfalls verschmutzten Fahrzeug zu einem der möglichen Waschplätze in Poppelsdorf zu fahren. Dort ist sowohl ein Hochdruckreiniger vorhanden – und damit die Entsorgung von Abwasser und Schmutz sowie eventueller Schmieröle garantiert.

Zugleich ist in der Beschlussvorlage aufgeführt, dass Fahrzeuge und Geräte „aufgrund des hohen Verschmutzungsgrades im Forst regelmäßig gewartet und gereinigt werden“ müssten. Dies trage wesentlich zu weniger Verschleiß und damit zu einer längeren Nutzungszeit der Fahrzeuge und Geräte bei. Abschließend heißt es darin, dass „zur Umweltvorsorge eine ordnungsgemäße Reinigung mit Abscheide- und Auffangsystemen auf dem Gelände“ hergestellt werden müsse.

Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, hat Andreas Hoffmann mit der Bauabteilung II des städtischen Grünamtes ein Ingenieurbüro mit der Kostenschätzung beauftragt. Die voraussichtlichen Kosten werden auf etwa 170.000 Euro berechnet.

Um möglichst noch in diesem Jahr den Waschplatz in Betrieb nehmen zu können, hat die Bezirksvertretung dem Vorschlag zugestimmt, den Bauauftrag – abweichend von der Vergabeordnung der Stadt Bonn – öffentlich auszuschreiben. Aufgrund der aktuelle Marktsituation sei es allerdings nicht möglich, mindestens sieben geeignete regionale Firmen zu benennen.

„Zurzeit sind viele Firmen gar nicht mehr interessiert, Maßnahmen anzubieten – oder nur zu horrend teuren Preisen“, sagt Hoffmann zu der Empfehlung des Amtes, die Arbeiten öffentlich auszuschreiben. Die Baumaßnahme zur Errichtung des Waschplatzes soll im kommenden Mai ausgeschrieben werden, so dass die Erstellung im Herbst 2020 durchgeführt werden könnte.