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70 Jahre Arbeiterwohlfahrt: Stadtteiltreff in Duisdorf ist jetzt barrierefrei

70 Jahre Arbeiterwohlfahrt : Stadtteiltreff in Duisdorf ist jetzt barrierefrei

Zum 70-jährigen Bestehen erfüllt sich die Arbeiterwohlfahrt Duisdorf einen Herzenswunsch. Der Stadtteiltreff ist jetzt barrierefrei.

Es ist eine bunte und bemerkenswerte Geschichte, auf die die Arbeiterwohlfahrt (Awo) Bonn-Duisdorf in diesem Jahr zurückblickt. Zum 70-jährigen Bestehen des Vereins feierte die Awo das Jubiläumsjahr am Samstag mit einem Empfang in der Unterkirche Sankt Rochus. „Die Awo in Duisdorf wurde 1948 am Küchentisch vom Toni Mai senior gegründet, dem Vater unseres Ehrenmitglieds Toni Mai“, erzählte Vorstandsvorsitzender Uwe Naß den Mitgliedern, Vereinsvertretern, Gästen und Besuchern, die bei Kaffee und Kuchen in geselliger Runde beisammen saßen.

Nach dem ersten großen Projekt „Essen auf Rädern“ im Jahr 1971, der 1974 gegründeten Sozialsprechstunde und regelmäßigen Weihnachts- und Karnevalsfesten bezog die Awo Duisdorf im Jahr 1981 die ersten eigenen Räumlichkeiten in der Volksschule Duisdorf. Bis heute sind zahlreiche Aktivitäten und Programmpunkte hinzugekommen. Auch das Untergeschoss der ehemaligen Volksschule, das jetzt als Nachbarschaftstreff genutzt wird. Seit vielen Jahrzehnten ist der Verein damit ein unentbehrlicher Bestandteil des Duisdorfer Gemeindelebens.

Anlässlich des 70-jährigen Bestehens erfüllte sich die Awo in Duisdorf einen lang gehegten Geburtstagswunsch. Finanziert aus Spenden und Eigenmitteln wurde die Begegnungsstätte im Erdgeschoss der Alten Schule in der Duisdorfer Fußgängerzone barrierefrei umgebaut, mit Rampe und behindertengerechten Toiletten. „Ich freue mich, dass nun niemand mehr das Problem hat, mit einem Rollstuhl oder Rollator in den Stadtteiltreff zu kommen“, meinte Bezirksbürgermeisterin Petra Thorand, die ebenfalls unter den Gästen war.

Das schätzt auch Awo-Mitglied Gerlinde Reichelt, die seit rund 20 Jahren mit einer eingeschworenen Gruppe den Wassergymnastik-Kurs im Schwimmbad der Derletalschule besucht. Bei der Jubiläumsfeier am Samstag hoffte sie, ihre langjährigen Sportfreundinnen wiederzusehen. „Wir haben uns so lange nicht getroffen, weil ja das Schwimmbad geschlossen wurde. Es war immer so nett und hat immer Spaß gemacht. Wir sind inzwischen alle zwischen 70 und 80 Jahren alt. Als wir angefangen haben, waren wir noch etwas jünger“, erzählte Reichelt lachend.

Neben langjährigen Mitgliedern der Awo waren als Gäste unter anderem Vertreter verschiedener Vereine, des Ortsausschusses sowie der Landtagsabgeordnete Christos Katzidis dabei, der ebenso wie Petra Thorand das ehrenamtliche Engagement des Vereins hervorhob. „Auf Ehrenamt baut unsere Gesellschaft in besonderem Maße. Für die 70 Jahre soziale Arbeit herzlichen Dank“, so äußerte sich Katzidis beim Jubiläumsempfang.

Doch nicht nur der Blick auf die 70-jährige Geschichte, auch die zukünftige Arbeit des Vereins wurde bei der Feier thematisiert. „Früher waren wir eine Altenbegegnungsstätte. Jetzt wollen wir die Begegnungsstätte zum Nachbarschaftstreff ausbauen, auch für Jüngere“, kündigte Uwe Naß an.