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Tierquälerei in Bonn: Unbekannte quälen Stute auf dem Brüser Berg

Tierquälerei in Bonn : Unbekannte quälen Stute auf dem Brüser Berg

Unbekannte Täter haben auf einer Weide An der Haeschmaar eine Stute mit Stromlitzenband gequält. Erst vor wenigen Tagen hatten dort Unbekannte Teile des Koppelzauns aufgeschnitten und drei Pferde frei gelassen.

Der Schock war groß, als Manuela Kuhl und ihre 15-jährige Tochter Daniela am späten Samstagnachmittag auf der Weide An der Haeschmaar eines ihrer Pferde mit einem Stromlitzenband um die Fessel antrafen. Das Band, das normalerweise für Reparaturarbeiten an den Koppelzäunen genutzt wird, hatte das Bein der 13-jährigen Stute Lantana bereits aufgescheuert. Es war so stramm um die Fessel gebunden, dass Manuela Kuhl es nur mit einer Spezialzange entfernen konnte.

„Wir waren natürlich total entsetzt“, sagte Kuhl am Sonntag dem GA. „Lantana hätte stolpern und sich die Beine brechen können.“ Es war nicht das erste Mal, dass Pferde auf dieser Weide von Unbekannten gequält worden waren: Erst im vorigen Jahr entdeckte eine Bekannte von Kuhl zwei Pferde auf der Weide, die Schlingen um den Hals trugen, die ebenfalls aus den Stromlitzenbändern gefertigt waren. „Der oder die Täter damals und auch am Samstag müssen sich gut ausgekannt haben“, sagte Kuhl. Denn sie hätten gewusst, wo sich der Stromkasten für den Zaun befindet, den sie ausgeschaltet hätten. Anschließend hätten sie den Zaun durchtrennt.

„Am Dienstag hat ihn schon mal jemand durchgeschnitten, so dass die Pferde weglaufen konnten“, sagte Kuhl. Drei Stunden habe sie mit der Tochter und Freunden die Tiere gesucht. „Das war natürlich sehr gefährlich, die Pferde hätten auf die Straße oder sogar auf die Autobahn laufen können.“ Sie hätten bei der Suche alle Spaziergänger und Jogger gefragt, einige hätten die Pferde auch gesehen. „Gefunden haben wir sie auf einer Wiese hinter dem Brüser Dorf, wo sie friedlich grasten.“ Am Dienstag habe sie die Polizei lediglich über den Vorfall informiert, am Samstag habe sie dann Anzeige erstattet. „Die Polizei war am Samstag in zwei Minuten an der Weide und hat alles aufgenommen und fotografiert.“

Kuhl hofft, dass dieses Mal die Tierquäler gefasst werden. Beim Vorfall vor einem Jahr sei nichts herausgekommen. „Vielleicht hat ja jetzt jemand etwas beobachtet.“ Sie sei nun sehr besorgt, dass ihren Pferden erneut etwas zustoßen könne. „Wir überlegen deshalb, eine Kamera zu installieren.“ Auf jeden Fall fahre sie mit ihrer Tochter mehrmals am Tag zur Weide.