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Strecke zwischen Lengsdorf und Duisdorf: Verbindung auf dem Hardtberg bleibt bis Mitte April dicht

Strecke zwischen Lengsdorf und Duisdorf : Verbindung auf dem Hardtberg bleibt bis Mitte April dicht

Noch bis voraussichtlich Mitte April bleibt die Straße Auf dem Kirchbüchel gesperrt. Der Grund sind Kanalbau- und Netzarbeiten im Neubaugebiet Pandion Ville.

Durchfahrt verboten: Seit einigen Wochen ist die Straße Auf dem Kirchbüchel unterhalb der Autobahn (A) 565 für den Durchgangsverkehr komplett gesperrt. Während der Verkehr Anfang des Jahres noch einspurig an der Baustelle vorbeigeführt wurde, geht aktuell nichts mehr. Erst Mitte April soll nach derzeitiger Planung die wichtige Verbindungsstrecke zwischen Lengsdorf und Duisdorf wieder passierbar sein. Bis dahin müssen Verkehrsteilnehmer teils weite Umwege über den Konrad-Adenauer-Damm oder die Villemombler Straße in Kauf nehmen.

Allerdings bauen weder Stadt noch Stadtwerke in diesem Bereich. Vielmehr ist dort die Pandion AG die Bauherrin. Der Kölner Investor errichtet auf dem Gelände zwischen Julius-Leber-Straße und in Sichtweite der A 565 auf dem Gelände der ehemaligen Gallwitzkaserne ein Neubauprojekt (der GA berichtete), das nun an das bestehende Kanalnetz angeschlossen wird.

Parallel: Netzarbeiten der Stadtwerke

Bei den aktuellen Arbeiten „handelt es sich um den Abwasser-Kanalanschluss vom östlichen Teil des Neubaugebietes Pandion Ville an das bestehende System der Straße Auf dem Kirchbüchel“, erklärt eine Sprecherin des Unternehmens auf GA-Anfrage. Zudem entstehe derzeit der Einmündungsbereich für eine neue Straße, die später ins Neubaugebiet führen wird. Sie wird nach dem Staatsanwalt Fritz-Bauer benannt.

Parallel zu den Arbeiten am Kanalsystem finden Netzarbeiten der Stadtwerke statt. „Es war unser Ziel, alle Maßnahmen zur Anbindung des Neubaugebietes so zu bündeln, dass es abgesehen von der aktuellen Verkehrsumlenkung keiner weiteren Straßensperrungen bedarf“, sagt die Pandion-Sprecherin und ergänzt: „Das Ende der Maßnahmen und damit die Aufhebung der Straßensperrung ist für Mitte April geplant.“ Davon geht derzeit auch die Stadt aus, die diese Sperrungen genehmigen musste.

Auf dem rund 76 000 Quadratmeter großen ehemaligen Kasernenareal sollen bis Sommer 2023 insgesamt 540 Wohnungen entstehen – 400 davon errichtet Pandion. Der erste Bauabschnitt soll Unternehmensangaben zufolge bis Mitte des Jahres vollendet sein, die Baugenehmigung für den zweiten Bauabschnitt liegt dem Kölner Investor ebenfalls schon vor. Der zweite Bauabschnitt umfasst unter anderem den Bau von 140 sogenannten preisgebundenen Wohnungen.

Das rund 12 800 Quadratmeter große Grundstück für den geförderten Wohnungsbau hat das Unternehmen Sahle Wohnen aus Greven übernommen. Der Kaufvertrag wurde am 26. September 2019 geschlossen. Sahle Wohnen ist in Bonn kein unbekanntes Unternehmen und schon seit vielen Jahren auf dem hiesigen Wohnungsmarkt präsent. Größere Wohnanlagen befinden sich in Bonn-Nord rund um die Königsberger Straße (268 Wohnungen) sowie an der Landsberger Straße in Tannenbusch (110 Wohnungen), am Sachsenweg im Zentrum (155 Wohnungen) und an der Thuarstraße in Bonn-Nord (216 Wohnungen und 13 Reihenhäuser).

Läuft alles weiter nach Plan, werden die anderen Bauabschnitte des zwölf Fußballfelder großen Grundstücks bis Herbst 2022 aus dem Boden wachsen. Das Grundstück ist wegen des Höhenunterschiedes von zwölf Metern nicht ganz einfach zu bebauen. Bei der Baugenehmigung spielte daher auch die Entwässerung bei Starkregen eine Rolle.