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Verspätung: Erweiterung der Laurentiusschule dauert länger

Bauen in Bonn : Erweiterung der Laurentiusschule um fünf Monate verspätet

Die Erweiterung der Laurentiusschule verzögert sich um fünf Monate. Auslöser dafür sind erneute Prüfungen der Statik.

Noch immer laufen die Bauarbeiten an der Laurentiusschule in Lessenich-Meßdorf. Und sie werden auch noch länger dauern als geplant. Wie die Stadt auf GA-Anfrage mitteilt, ist erst im Mai 2022 alles fertig. Ursprünglich sollte das Ende dieses Jahres der Fall sein.

Hintergrund ist der Umbau des angrenzenden ehemaligen Feuerwehrhauses zur künftigen Schulnutzung. Damit wurde nach den Herbstferien vergangenen Jahres begonnen. Schon da war klar: Umbau und Sanierung des Feuerwehrhauses mit der Wagenhalle dahinter sind aufwendig. An die Stelle des flachen Verbindungsbaus rückt ein zweigeschossiger Neubau. Das Ganze kostet rund drei Millionen Euro.

Wenn es denn dabei bleibt: Schließlich kamen laut Markus Schmitz vom Presseamt der Stadt nachträgliche Forderungen der Statik und Prüfstatik hinzu. „Daraus ergaben sich ein erhöhter Aufwand und somit längere Arbeiten beim Rohbau“, sagt er. Aus dieser Verlängerung resultiert ein späteres Aufmaß des Fenster- und Fassadenbauers. Der brauche zudem mehr Zeit, die entsprechenden Gewerke herzustellen. Hinzu kommen längere Produktionszeiten im Gewerk Fenster- und Fassadenbau. Aber auch bei allen anderen Zulieferungen für den Neubau ist es laut Stadt zu längeren Produktions- und Lieferzeiten gekommen, „die Auswirkungen auf den gesamten Bauzeitenplan haben“, so Schmitz.

Altes Feuerwehrhaus wird zur Mensa

Das alte Feuerwehrhaus verwandelt sich im Erdgeschoss in eine Mensa mit Küche. Die Wagenhalle – der größte Raum – wird zum Esssaal mit 84 Plätzen. Der kann dann auch als eine Art Aula für Abendveranstaltungen mit maximal 120 Personen genutzt werden.

Im Obergeschoss wird die Schulverwaltung mit einem großen Teamraum für Lehrer und OGS-Mitarbeiter, Sekretariat und Schulleiter-Büro untergebracht. Das Dachgeschoss bietet dann noch Platz für zwei Büros und Lagerräume. Die äußere Gestaltung der Gebäude soll sich am Bestand orientieren und schließlich mit Klinkern und Farben ein harmonisches Gesamtbild ergeben, so die Planer der Stadt. Wo einst die Hallentore waren, kommt als Erinnerung an die einstige Funktion eine Glaswand. Ein zusätzlich angesetzter, verglaster Flur soll die Mensa erschließen und Platz für die Essensausgabe bieten.

In einem Rutsch wird auch in der Schule selbst umgebaut und modernisiert. Das Lehrerzimmer und das Büro von Schulleiterin Petra Ey können später als Funktionsraum genutzt werden, das Sekretariat wird zum Möbellager. Die Lehrer bekommen ein zusätzliches WC im Obergeschoss. Haustechnik und Elektrik werden auf den neuesten Stand gebracht.

Schon 2014 hatte sich die Freiwillige Feuerwehr mangels Mitgliedern aufgelöst, so stand das Feuerwehrhaus leer. Es gab Interessenten dafür, dann zogen Geflüchtete ein. Zuletzt hatte der Ortsausschuss das Gebäude gemietet, konnte dort aber aus Brandschutzgründen keine Veranstaltungen abhalten. Das Feuerwehrhaus wurde zum Lager. Da die Schule mit ihrer offenen Ganztagsschule aus allen Nähten platzte, kam die Idee auf, das Gebäude für sich zu nutzen. Angesichts des Zuzugs im Ort stehen bereits seit ein paar Jahren Container auf dem Schulhof. Die Schulleitung war bislang für eine Stellungnahme zum Schulbetrieb auf der Baustelle nicht zu erreichen.