Traditionelle Maikirmes auf dem Rochusplatz Von Autoscooter bis Zuckerwatte

DUISDORF · Die Augen groß, ein Lächeln im Gesicht und in der Hand eine riesige Portion Zuckerwatte, wahlweise in Weiß oder Rosa: So sieht man derzeit viele Kinder in Duisdorf durch die Straßen ziehen. Besonders in Acht nehmen muss man sich dabei vor den Jungs.

 Der absolute Kirmesklassiker: Autoscooter zieht immer noch große und junge Jahrmarktfans an.

Der absolute Kirmesklassiker: Autoscooter zieht immer noch große und junge Jahrmarktfans an.

Foto: Mühlens

Sie spielen mit ihren Spielzeugpistolen Räuber und Gendarm - da darf man den Nachwuchspolizisten auf keinen Fall dazwischenkommen! Auf dem Rochusplatz wird seit Donnerstag die traditionelle Maikirmes gefeiert. Ob Autoscooter, Karussell, Schießstand, Entenangeln oder auch Wurfstände - es wird alles geboten, was das Herz des Kirmesfreundes begehrt.

Die für eine Kirmes typische, laute Musik fehlt selbstverständlich genauso wenig, wie der Geruch von Pommes und Currywurst in der Luft. Sehr verführerisch duftet es natürlich auch an den Süßwarenständen. Dabei dürfen sich die Duisdorfer doppelt freuen, denn ihre Kirmes findet gleich zwei Mal im Jahr statt. Das ist längst nicht überall so.

Für Karl-Heinz Kipp, Junior-Chef vom Autoscooter, ist die Doppelkirmes etwas Besonderes und nicht alltäglich: "Klar, es gibt mehrere Orte, die gleich zwei Mal Kirmes im Jahr haben, aber ganz so häufig ist das auch wieder nicht".

"Das ist eigentlich nichts Besonderes. Das ist Tradition hier in Duisdorf und war schon immer so. Ich glaube, ich komme seit vierzig bis fünfzig Jahren hierher und kenne es nicht anders", entgegnet Christine Sterzenbach vom Schießstand. Ihr Stand sei ein "Standardgeschäft", meint Sterzenbach und blickt dabei auf die Herren, die gerade mehr oder minder erfolgreich versuchen, eine der Plastikblumen für ihre Herzdame zu "erschießen".

"Wir kommen schon in der vierten Generation mit unseren Geschäften hier her. Es ist Tradition mit der Doppelkirmes, und diese Tradition muss unbedingt aufrecht erhalten werden", fordert Elisabeth Schaak vom Pfeilwurfstand.

Während gestern Nachmittag die Besucherzahl eher überschaubar war - was höchstwahrscheinlich am regnerischen Wetter lag - verliefen die Tage zuvor zufriedenstellend für die Schausteller.

"Rhein in Flammen merken wir nicht direkt. Denn man muss unbedingt unterscheiden: In der Rheinaue wird Party gefeiert, wir bieten hier Familienprogramm. Deshalb teilt sich das auf - es werden jeweils zwei ganz verschiedene Zielgruppen angesprochen", ist Schaak überzeugt.

Dass am Samstagabend aber dennoch weniger Besucher kommen, als an den sonstigen Abenden, sei aber eine Tatsache. Wer spontan Lust auf Kirmes bekommen hat, hat noch bis heute Abend die Möglichkeit, diverse Fahrgeschäfte und Leckereien auf dem Rochusplatz zu testen.

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