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Unterwegs in Bonn und Rhein-Sieg: Weihnachtsmarkt kommt per Minibus

Unterwegs in Bonn und Rhein-Sieg : Weihnachtsmarkt kommt per Minibus

Schüler, Lehrer und Eltern des Collegium Josephinum veranstalten einen mobilen Weihnachtsmarkt. In zwei Minibussen werden Weihnachtsartikel verkauft. Das Geld soll für ein Schulprojekt in Indonesien gespendet werden.

Wegen der Corona-Pandemie wird der alljährliche große Weihnachtsmarkt in der Bonner Innenstadt in diesem Jahr nicht stattfinden. Eine kreative Alternative bietet dafür das Collegium Josephinum Bonn. Aktive sowie ehemalige Schüler, Lehrer und Eltern der katholischen Ersatzschule organisieren zwei Minibusse, die mit verschiedensten Weihnachtsartikeln ausgestattet werden: „Basteleien, Marmelade, Honig, Weihnachtskarten, Adventskränze, Salze, Öle und vieles mehr“ stehen zum Verkauf, wie Bodo Schwarz, Koordinator für schulische Veranstaltungen, bekannt gibt.

Gemeinsam mit einem Planungsteam sowie Oberstudiendirektor Thomas Braunsfeld entwickelte er die Idee für den mobilen Weihnachtsbasar. „Wir waren uns schnell einig, dass wir den jährlichen Basar wegen Corona nicht ersatzlos streichen wollten, um zumindest etwas Weihnachtsemotionen zu versprühen und unser Spendenprojekt am anderen Ende der Welt auch in diesem Jahr zu unterstützen“, so Schwarz weiter.

Der gesamte Erlös des Basars wird an Schulprojekte auf der Insel Sumba in Indonesien gespendet. Von den regelmäßigen Spenden des CoJoBo werden dort unter anderem Schulen gebaut und das Schulgeld der dortigen Kinder bezahlt. „Im Grunde engagieren sich also Jugendliche für Jugendliche“, merkt Schwarz an.

Durch die aktuelle Planungsunsicherheit wegen der Pandemie hatte man „im Endeffekt nur circa drei Wochen Zeit, dieses Event auf die Beine zu stellen“, erläutert Schwarz. Fertig wurde das Team der Schule im Stadtteil Auerberg dennoch, die Aktion kann daher an den letzten beiden Wochenenden im November sowie dem ersten im Dezember (Nikolaus) stattfinden. Schon um 9 Uhr morgens starten die zwei Minibusse, angefahren wird bis jeweils 19 Uhr nicht nur Bonn, sondern auch der Rhein-Sieg-Kreis. Um den aktuellen Corona-Maßnahmen gerecht zu werden sind jeweils nur maximal zwei Personen an Bord. Generell werde alles „Corona-konform durchgeführt“, versichert Schwarz, beispielsweise durch das Tragen von FFP2-Masken, Mindestabstand von 1,5 Metern, Desinfektionsmittel sowie der Durchlüftung der Minibusse. Er betonte zudem, dass falls am 25. November neue Corona-Maßnahmen von Bund und Ländern beschlossen werden, alles „selbstverständlich mit Anpassungen“ durchgeführt werde.

Des Weiteren habe man alle teilnehmenden Familien, die einen „Weihnachtsbulli“ gebucht haben, „explizit darauf hingewiesen, dass es keine Zusammenkünfte von Familien geben darf. Wir fahren die Haushalte individuell an“. Insgesamt haben etwa 200 Haushalte das Angebot des CoJoBo gebucht und bekommen den mobilen Weihnachtsmarkt vor ihre Haustür geliefert. Dafür hat die Schule „extra ein Online-Buchungssystem von einem ehemaligen Schüler einrichten lassen, um die Logistik hinter der Aktion zu vereinfachen“, erklärt Schwarz. Die Anmeldephase ist allerdings bereits vorüber, weitere Buchungen würden die Kapazitäten sprengen. Zudem möchte der Veranstaltungskoordinator wegen der Pandemie keine weitere Kundschaft außerhalb der Schule anlocken. Schließlich soll das Projekt die Krise nicht verschlimmern, sondern verschönern.