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„Käpt'n Book“-Lesefest an der Rochusschule: Wer steckt hinter den Kinderhelden?

„Käpt'n Book“-Lesefest an der Rochusschule : Wer steckt hinter den Kinderhelden?

Ulf Blanck aus Hamburg schreibt die Geschichten der Reihe „Drei Fragezeichen Kids“. Auf Einladung im Rahmen des „Käpt'n Book“-Lesefests erzählte er Schülern der Rochusschule, wie die Geschichten entstehen.

Was brauchen die berühmten Detektive der Drei Fragezeichen in ihren Abenteuern? „Eine Lupe“, ruft ein Kind. „Schwarzes Pulver, um die Fingerabdrücke zu sehen“, sagt ein anderes, und ein Junge antwortet: „Dynamit, um die Türen zu öffnen.“ Ulf Blanck muss daraufhin schmunzeln: „Naja, Dynamit benutzen die Kinder nicht.“ Er muss es wissen, denn er schreibt die Geschichten der Reihe „Drei Fragezeichen Kids“. Am Donnerstag ist er im Rahmen des „Rheinischen Lesefests Käpt’n Book“ an die Rochusschule in Duisdorf gekommen, um den Zweitklässlern nicht nur einen Einblick in die Geschichten, sondern auch ihre Entstehung zu geben.

„Und was ist das Wichtigste, damit die Detektive ihre Abenteuer erleben können?“, fragt Blanck die Kinder. Das wissen sie ganz genau: „Ein Fall“, rufen sie. Richtig, und genau den denkt sich Blanck als erstes aus, wenn er eine neue Drei-Fragezeichen-Kids-Geschichte schreibt, erklärt er den Sieben- bis Achtjährigen.

Wer ist der Schurke?

Er überlegt sich, welches Verbrechen geschieht, wer der Schurke ist und warum er das Verbrechen begeht, und schließlich überlegt sich der Autor, wie die Detektive Justus Jonas, Peter Shaw und Bob Andrews den Fall lösen werden.

Ein Autor, was ist das überhaupt? Blank hat die Erfahrung gemacht: „Kinder wissen oft gar nicht, dass es jemanden gibt, der die Geschichten schreibt. Für sie stehen die Helden im Vordergrund. Wenn man es ihnen aber erklärt und sie verstehen, was hinter dem abstrakten Begriff Autor steht, dann sind sie ganz begeistert, dass diese Person zu ihnen gekommen ist.“

Kinder stellen viele Fragen

Dann stellen die Kinder auch viele Fragen. „Am schönsten ist für mich immer die Frage, ob es die Helden auch wirklich gibt. Dann sehe ich, dass ich es geschafft habe, die Kinder in den Bann zu ziehen“, sagt Blanck.

Wenn man die Kinder der Rochusschule fragt, was sie gerne von einem Autor erfahren wollen, dann kommen ganz unterschiedliche Antworten: „Ich will wissen, ob er auch meine anderen Lieblingsbücher geschrieben hat“, sagt Emma. „Und ich will wissen, wie so eine Geschichte entsteht“, sagt Louisa-Sofia. Diese Frage wurde ihr am Donnerstag beantwortet. Danach, durfte sie sich mit ihren Mitschülern von der Geschichte „Drachen-Alarm“ in den Bann ziehen lassen, aus der Blanck vorlas.

Doch was muss so eine Drei-Fragezeichen-Geschichte überhaupt alles mitbringen, damit sie diesen Effekt auf Kinder hat? „Die Kinder müssen bei der Geschichte das Gefühl haben, sie selbst zu erleben. Sie müssen sich vom Abenteuer einfangen lassen können“, sagt Blanck, der schon mehr als 120 Geschichten in der Drei-Fragezeichen-Kids-Reihe geschrieben hat.

Die Drei Fragezeichen schaffen es schon über Generationen hinweg, die Kinder einzufangen. Unter den rund 36 kleinen Zuhörern von Blanck kennt fast jeder die Detektive. Was macht sie so erfolgreich? „Ich denke, es ist der Mix aus spannenden Geschichten, den Abenteuern mit Freunden und dem Wunsch, dabei zu sein“, sagt der Autor, der aus der Nähe von Hamburg für das „Käpt'n Book“-Lesefest, das vom 25. September bis zum 10. Oktober stattfindet, nach Bonn gekommen ist.