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Internet in Bonn: Probleme bei der Internetverbindung in Bonn-Castell

Bonn-Castell : Bonner warten tagelang auf Internetverbindung

Die Straße Am Römerkastell in Bonn-Castell ist seit Tagen ohne Internet. Studenten haben online keinen Zugang zu den Uni-Unterlagen. Der dortige Netzbetreiber konnte das Problem bislang noch nicht lösen.

Seit Mittwochabend funktioniert das Internet in mehreren Wohnblocks in der Straße Am Römerkastell im Stadtteil von Bonn-Castell nicht mehr. Die Anwohner sind bisher nur vertröstet worden. „Man arbeite mit Hochdruck daran, das Problem zu lösen“, so die Antwort von Unitymedia (jetzt Vodafone) an die betroffene Studentin Jana Schulz.

„Am Mittwochabend war das Internet weg“, sagt die 22-jährige Studentin Jana Schulz dem GA. Als sich die junge Frau an ihren Betreiber gewandt hatte, wurde ihr zuerst geraten, den Router neu zu starten. Auch das half nichts. Daraufhin wurde nach ihren Angaben eine Reparaturfirma beauftragt. „Uns wurde gesagt, dass für die gesamte Straße nur ein Techniker losgeschickt wurde“, erzählt sie.

Einen Tag später – als sie von den Nachbarn erfahren hatte, dass sie dasselbe Problem mit dem Internet hatten – meldete sie sich wieder bei ihrem Betreiber. Sie wurde wieder darauf vertröstet, dass ein Techniker kommen solle. Auch einem Nachbarn sei versichert worden, dass man „mit Hochdruck daran arbeite“.

Kein Online-Zugriff auf die Uni-Unterlagen möglich

Direkt betroffen ist die Studentin zum Glück nicht besonders. „Ich musste eine Hausarbeit schreiben, die ich bereits abgegeben habe“, sagt sie. Doch könne sie aktuell online nicht auf ihre Uni-Unterlagen zurückgreifen. Schwieriger ist es da schon bei ihrer Mitbewohnerin Lena Gall. Sie ist als Studentin an einer Privat-Universität eingeschrieben, an der das neue Semester bereits begonnen hat. Die Veranstaltungen finden über Skype statt, alle Aufgaben werden online versendet. Ohne Internet kann sie also an den Veranstaltungen nicht teilnehmen.

Im GA-Kollegenkreis ist bei der Zeitungsproduktion vor einigen Tagen nachmittags das Internet ausgefallen. Damit war das Homeoffice erst einmal lahmgelegt, die Arbeit über einen mobilen Handyhotspot nur eingeschränkt möglich. Unabhängig davon zeigte sich Vodafone äußerst hilfsbereit und verschickte umgehend einen WLAN-Router, der mit einer Sim-Karte funktioniert. Die lag in einem Paket direkt am nächsten Tag dabei, so dass fürs weitere Surfen genügend Datenvolumen vorhanden war. Auch wenn das Internet bald wieder funktionierte, ist dies für den nächsten Ausfall ein sicherer Notnagel.

Am Montag informierte Unitymedia die Studentin Jana Schulz nach eigener Aussage darüber, dass es wohl ein Problem mit dem Verteilerkasten gebe. „Mir wurde gesagt, dass insgesamt 43 Haushalte betroffen sind“, erzählt sie dem GA. Weiterhin arbeite man „mit Hochdruck“ daran, das Problem zu lösen.

Auf Nachfrage des GA äußert sich nun Vodafone wie folgt: Seit Freitag, 20. März, sei ihnen eine Störung in der Straße bekannt, sagt Pressesprecher Volker Petendorf. Das habe an einer instabilen Leitung gelegen. „Ein Übergabepunkt in einem Haus in der Nordstraße hat nicht sauber gearbeitet“, so Petendorf weiter. Die Begründung, dass mehrere Tage kein Techniker kam: „Unserem Techniker wurde der Zugang verwehrt.“ Montagabend soll aber jemand vor Ort gewesen sein, der sich um das Problem gekümmert habe. „Wir bitten für die Verzögerung um Entschuldigung“, so der Pressesprecher.

Zu Redaktionsschluss am Montag funktionierte das Internet immer noch nicht, wie die Studentin Jana Schulz dem GA mitteilte.