1. Bonn

Brücke für Pendlerroute: Neue Fahrradbrücke am Propsthof

Brücke für Pendlerroute : Neue Fahrradbrücke am Propsthof

Freie Fahrt soll es auf der geplanten Radpendlerroute zwischen Bornheim und Bonn geben. Dazu will die Verwaltung an der Straße Am Propsthof parallel zum Bahndamm eine Brücke für Radfahrer bauen lassen.

Ein Hindernis für Radler an der geplanten Schnellroute von Bornheim nach Bonn will die Verwaltung rasch aus dem Weg räumen. Am Propsthof soll parallel zum Bahndamm der Stadtbahnlinie 18 eine Brücke über die Straße Am Propsthof gebaut werden. Für diese Radpendlerroute stehen Fördermittel aus dem Topf „Emissionsfreie Innenstadt“ bereit.

Der Förderzeitraum endet laut Verwaltung in genau zwei Jahren, dann muss auch die Brücke fertig sein. Von den drei von einem Ingenieurbüro vorgelegten Varianten bevorzugt die Verwaltung die Ausführung (Variante zwei) als unauffällige Stahlkonstruktion, die wenig in die Umgebung eingreift.

Und es muss schnell gehen. Denn für Ausführungsplanung und Ausschreibung werden rund vier Monate veranschlagt. Dann folgt das Genehmigungsverfahren: etwa sieben Monate. Für die Bauzeit werden rund zehn Monate eingerechnet. Es gibt derzeit nur eine grobe Kostenschätzung von rund 660 000 Euro. Die Förderung beträgt laut Verwaltung 90 Prozent. Eigentlich hätte die Beschlussvorlage vor der Kommunalwahl auf der Tagesordnung der Bonner Bezirksvertretung stehen sollen, aber „die verwaltungsinterne Abstimmung konnte nicht fristgerecht abgeschlossen werden“. In einer Sondersitzung gaben die Politiker grünes Licht.

Neue Radstreifen

am Propsthof: 34 000 Euro

In einer anderen Maßnahme sollen entlang der Straße Am Propsthof die Schutzstreifen für Radfahrer verändert werden. Sie entsprechen nicht den Regeln. Das hat die verwaltungsinterne Projektgruppe „Zukunft Radverkehr“ festgestellt. Deren Aufgabe ist es, Sofortmaßnahmen zur Verbesserung des Radverkehrs zu erarbeiten. Unter anderem wurde eine Planung für den Propsthof im Abschnitt zwischen Auf dem Hügel bis Siemensstraße ausgearbeitet. Fakt ist: Die vorhandenen Schutz- und Radstreifen entsprechen in beiden Richtungen nicht der Regelbreite. Bei einer Fahrbahnbreite von insgesamt 7,50 Metern können die Radstreifen allerdings nicht den Empfehlung für Radverkehrsanlagen folgen, so die Verwaltung. Dann würden die Autospuren zu schmal. Daher soll der Radstreifen (durchgezogene Linie) in Fahrtrichtung Nord entfernt und dafür ein Schutzstreifen (gestrichelte Linie) mit 1,50 Metern Breite angelegt werden. Der vorhandene Schutzstreifen Richtung Süden wird auf 1,50 Meter verbreitert. Radfahrer bekommen also in beide Richtungen jeweils 25 Zentimeter mehr Platz. Außerdem sollen die Radfahrfuhrten an den Einmündunen rot eingefärbt werden. Die Kosten dafür schätzt die Verwaltung auf 34 000 Euro. Der Planungsausschuss und die Bezirksvertretung Bonn haben bereits zugestimmt.

Laut Verwaltung sollen die Markierungsarbeiten zeitnah umgesetzt und – falls erforderlich – mit kleineren Ausbesserungen der Fahrbahnränder kombiniert werden. Zwar stehen für den Straßenabschnitt eine Kanalerneuerung und damit verbunden eine Deckensanierung an, die jedoch erst nach Abschluss der Entwicklung der Baugebiete Vogelsang und Westside realisiert werden sollen. So lange will die Verwaltung mit der Einrichtung einer regelkonformen Radverkehrsführung nicht warten.