Panoramabad-Freunde organisieren sich

Engagierte Bürger haben einen Förderverein für das Rüngsdorfer Freibad gegründet. Ärger am Sprungturm

Panoramabad-Freunde organisieren sich
Foto: Ronald Friese

Bad Godesberg. Es ist das meistbesuchte Freibad in Bad Godesberg. Doch einen Förderverein hatte das Rüngsdorfer Panoramabad bisher noch nicht. Diese Zeit ist jetzt vorbei: Nachdem das Freibad aus Kostengründen fast für ein Jahr geschlossen worden wäre, haben jetzt acht Bürger einen Förderverein gegründet. Sie wollen sich für das beliebte Freibad stark machen.

Am Dienstag stellten sich der Vorsitzende des Fördervereins, Heinz Karsten Abresch, die zweite Vorsitzende Inge Rader und Pressesprecher Hans-Georg Redenz bei Bezirksbürgermeisterin Annette Schwolen-Flümann vor. Und zwar gleich mit einer ordentlichen Portion Rückhalt aus der Bevölkerung: Rund 200 Personen haben angekündigt, im Förderverein Mitglied zu werden, obwohl die Gründungsveranstaltung erst vor ein paar Tagen stattfand.

"Wir haben Listen in Rüngsdorfer Geschäften und im Schwimmbad ausgelegt", sagt Redenz, der die Gründung initiiert hat. Er betont: "Wir möchten die Stadt nicht aus der Verpflichtung nehmen, sondern sie unterstützen. Wir sehen uns als Bindeglied zwischen der Verwaltung und den Bürgern."

Ein akutes Thema haben die Förderer bereits jetzt auf der Tagesordnung: Am Wochenende soll eine Gruppe latent aggressiver Jugendlicher am Sprungturm aufgefallen sein, etwa durch dauerndes Vordrängeln. Darüber berichtete auch ein wütender GA-Leser per E-Mail.

"Wir überlegen, wie das Badpersonal unterstützt werden kann, damit so etwas nicht mehr passiert", sagt Redenz. Auch der Stadt sind die Zwischenfälle bekannt. "Wir haben an den sehr heißen Tagen Besucher im Panoramabad gehabt, die eigentlich nicht dorthin gehen. Sie kennen offensichtlich nicht die dortigen Gepflogenheiten", sagt eine Sprecherin der Stadt.

Es sei Sicherheitspersonal vorhanden, das notfalls einschreite. "Wer sich nicht benehmen kann, fliegt im schlimmsten Fall raus." Das Sicherheitspersonal solle angesprochen werden, falls Besucher etwas bemerken. Weitere Themen, die den Förderern unter den Nägel brennen: Die Beschichtung im Kinderbecken und die Duschen.

"Je mehr Besucher dort sind, desto eher sind die Duschen in keinem wirklich sauberen Zustand", sagt Redenz. Außerdem wollen die Förderer überprüfen lassen, ob Platz für eine Grillecke und für ein Beachvolleyballfeld vorhanden ist. Die ersten Kontakte zur Stadt sind geknüpft. Als Verein eingetragen sind die Förderer aber noch nicht.

Die Satzung liegt beim Notar, danach wandert sie weiter zum Amtsgericht. Erst dann werde man ins Vereinsregister eingetragen, könne ein Bankkonto eröffnen und Mitgliederanträge verteilen. Eine erste große öffentliche Veranstaltung soll im September folgen, auch als Vorbereitung für die nächste Schwimmbadsaison. Redenz: "Es geht uns um die langfristige Entwicklung des Rüngsdorfer Panoramabades."

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