1. Bonn

Papstwohnung steht zum Verkauf

Papstwohnung steht zum Verkauf

Mehr als 50 Aussteller präsentieren sich bei Bonner Immobilientagen auf dem Münsterplatz

Bonn. Nach dem VW-Golf ist nun auch die ehemalige Wohnung von Papst Benedikt XVI an der Reihe. "Als Professor Joseph Alois Ratzinger von Juni 1959 bis Mai 1963 den Lehrstuhl für Fundamentaltheologie an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn inne hatte, lebte er hier", sagt Elmar Knoche, Mitinhaber der Kölner Dienstleistungsfirma Kubus, die sich im Auftrag einer Wohnungsgesellschaft um den Verkauf der berühmten Immobilie in Bad Godesberg kümmert. Daran erinnere neuerdings ein Messingschild neben der Eingangstür.

Die Wohnung im ersten Stock des Hauses in der Wurzerstraße 11 bestehe aus vier Zimmern, Küche, Bad und Flur - insgesamt 94 Quadratmeter. "Das ganze Haus steht jetzt zum Verkauf", so Knoche. Doch Vorkaufsrecht hätten erst einmal die derzeitigen Bewohner. "Sind die nicht interessiert, kommen andere Leute als auch Kapitalanleger zum Zuge", so der Unternehmer, der ein großes Interesse an der 149 000 Euro teuren Wohnung erwartet.

Ob sich potenzielle Käufer die Papstwohnung leisten können, erfahren sie vom 4. bis 6. Mai auf den achten Bonner Immobilientagen auf dem Münsterplatz. "Auf diese Frage geben Finanzierungsinstitute, Banken und Bausparkassen an allen drei Tagen kompetent Auskunft", versprach Veranstalter Rolf Becker. Darüber hinaus gibt es Tipps zum Wohnen und Bauen in der Bundesstadt sowie zur effizienteren Energienutzung.

"Der Markt in Bonn ist äußerst interessant", sagte Projektleiter Alex Stauf. Gerade Bonn und die umliegende Region sei ein Gebiet, in dem die Menschen gerne wohnen und arbeiten. Wer sich hier niederlassen oder investieren möchte, findet während der Immobilientage auf 1 250 Quadratmetern Standfläche ein gebündeltes Angebot.

"Ob Eigentumswohnung oder Einfamilienhaus, Grundstück oder Geschäftshaus, Massiv- oder Fertighaus - jeder Interessent kommt auf seine Kosten", so Stauf. Auch das Thema Klimaschutz ist auf der Messe vertreten. Niedrigenergiehäuser und ökologisches Bauen seien stark nachgefragt.