1. Bonn

Parkpatz am Ennertbad wurde nicht als Lager genutzt

Parkpatz am Ennertbad wurde nicht als Lager genutzt

Das nennt man wohl: beim Flunkern erwischt. Als die Stadt am 28. August das Ennertbad als eines der drei ersten Bonner Freibäder geschlossen hatte, musste eine Begründung dafür herhalten, die zunächst eigentlich plausibel war:

Pützchen. (kf) Das nennt man wohl: beim Flunkern erwischt. Als die Stadt am Sonntag, 28. August, das Ennertbad als eines der drei ersten Bonner Freibäder geschlossen hatte, musste eine Begründung dafür herhalten, die zunächst eigentlich plausibel war: Der Parkplatz des Beueler Freibades werde nämlich dringend als Lagerfläche für den Aufbau von Pützchens Markt gebraucht, hatte die Stadtverwaltung drei Tage vor der Schließung mitgeteilt. Aus diesem Grund sei an der Schließung nicht zu rütteln.

Doch dem war keineswegs so, wie der Pützchener Ratsherr Willi Härling (CDU) feststellte: "Ich habe natürlich sofort geschaut, was da gelagert wurde", sagte er. Doch was er fand, war rein gar nichts. Der Parkplatz war leer und von der Nutzung als Lagerfläche war nichts zu sehen.

Was Härling einigermaßen in Rage brachte. "Denn es ist nicht das erste Mal, dass uns die Stadtverwaltung Dinge erzählt, die einfach nicht stimmen. Ich würde das mit viel gutem Willen mal als Flunkern bezeichnen." Seinen Ärger lud der CDU-Ratsherr denn auch bei der Stadtverwaltung ab.

Und erzählt, dass er daraufhin einen Anruf von Sportdezernent Martin Schumacher erhalten habe. Dieser habe sich für die Falschinformation entschuldigt und gesagt, er habe sich auf die Informationen seiner Mitarbeiter verlassen müssen. Für Härling ist die Sache damit erledigt. Gleichwohl fühlt er sich in seiner Ansicht bestärkt, immer genau hinzuschauen und die Informationen der Stadt auch zu überprüfen.