Prozess vor dem Bonner Landgericht 23-Jähriger vom Vorwurf der Vergewaltigung freigesprochen

Bonn · Ein 23-jähriger Bonner ist beschuldigt worden, eine 18-Jährige in einem Treppenabgang zur Unigarage zum Geschlechtsverkehr gezwungen zu haben. Nun wurde er vom Bonner Landgericht von diesem Vorwurf freigesprochen.

Das Landgericht in Bonn.

Das Landgericht in Bonn.

Foto: dpa/Daniel Naupold

Die beiden Schilderungen eines 23-jährigen Mannes und einer 18-jährigen Frau von ihrer ersten Begegnung am 1. Mai vergangenen Jahres waren einfach nicht zur Deckung zu bringen: Nach fünf Verhandlungstagen haben die Richter der 7. Großen Strafkammer am Bonner Landgericht den angeklagten 23-Jährigen am Donnerstagnachmittag vom Vorwurf der Vergewaltigung freigesprochen. Zu „inkonsistent und inkongruent“ fanden die Richter letztlich die Schilderung der Frau, die die Staatsanwaltschaft zur Grundlage ihrer Anklage gemacht hatte. In ihrer Aussage hatte die 18-Jährige sich auf zahlreiche Erinnerungslücken berufen. Weder habe sie sagen können, woher sie gekommen sei, noch erinnerte sie sich, wohin sie wollte. Auch die Frage, ob sie damals obdachlos gewesen sei oder einen Unterschlupf hatte, wusste sie nicht zu beantworten. Nach ihrer Anzeige bei der Polizei wollte sich die Frau zudem nicht medizinisch untersuchen lassen.