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38 Corona-Infizierte im Haus Theresienau in Beuel

Betretungsverbot für Beueler Seniorenheim : 38 Corona-Infizierte im Haus Theresienau gemeldet

Die Ausbrüche in zwei Seniorenheimen treiben den Bonner Inzidenzwert nach oben. Auch die Zahl der Infektionen mit Virus-Mutationen steigt. In den vergangenen Tagen sind zwei vergleichsweise junge Männer im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben.

Zwei Seniorenheime sind von neuen Corona-Ausbrüchen betroffen. Im evangelischen Haus Theresienau in Beuel sind Infektionen bei 32 bei Bewohnerinnen und Bewohnern sowie bei sechs Mitarbeitern festgestellt worden, wie der Betreiber auf seiner Internetseite mitteilt. Das Gesundheitsamt habe ein Besuchs- und Betretungsverbot bis 28. Februar ausgesprochen.

Den zweiten Ausbruch meldet das Presseamt im ebenfalls evangelischen Haus Rosental in Bonn. Dort scheinen weitere sieben Personen infiziert zu sein. In beiden Einrichtungen zeigen die Betroffenen laut Stadt bislang milde Krankheitsverläufe. Vermutlich hätten sie sich zwischen erster und zweiter Corona-Impfung angesteckt. Es seien keine Virusmutationen festgestellt worden. 28 der Fälle seien innerhalb eines Tages in die Statistik eingeflossen, was den Anstieg des Inzidenzwerts auf 65,2 am Freitag erkläre. In drei anderen Seniorenheimen, in denen es zuvor Ausbrüche gegeben hatte, sind den Angaben zufolge sämtliche Quarantänemaßnahmen aufgehoben. Das betrifft das Herz-Jesu-Kloster, das Haus Elisabeth und das Hubert-Peter-Haus.

Aktuelle Corona-Zahlen für Bonn

Seit dem 28. Januar hat das Gesundheitsamt in Bonn insgesamt 63 Infektionen mit Virus-Mutationen registriert, von denen 38 Fälle noch akut sind. Bei einer Gesamtzahl von 669 Covid-19-Fällen in diesem Zeitraum entspricht das laut Presseamt einer Quote von 9,4 Prozent. Es geht bis auf einen Fall um die britische Virus-Variante. Eine Frau ist mit der brasilianischen Mutation infiziert. Sie stehe „in Zusammenhang mit einer Rückreise aus Brasilien“. Mehr will das Presseamt aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes nicht sagen. Die Frau soll zwei Kontakte der ersten Kategorie gehabt haben. „Alle Kontaktpersonen sind informiert, durch die Person ist nach allen bisherigen Erkenntnissen eine Weiterverbreitung dieser Variante hier sehr unwahrscheinlich“, erklärt Stadtsprecherin Monika Hörig. „Es ist aber nicht auszuschließen, dass andere Personen diese Variante bereits eingeschleppt haben oder noch einschleppen werden.“

Die Zahl der Todesopfer im Zusammenhang mit Covid-19 ist auf 178 gestiegen. Bei den beiden neuen Fällen handelt es sich um 69-Jährigen mit Vorerkrankungen und einen 53-Jährigen. Der Stadt liegen nach eigenen Angaben keine Erkenntnisse über Vorerkrankungen des jüngeren Mannes vor. Das gilt auch für einen 46-Jährigen, der zuvor in einer Klinik gestorben war.