Weniger Autoverkehr ADFC fordert Radspuren auf Bonner Bundesstraßen

BONN · Während der Corona-Krise nimmt der Verkehr ab: Fahrradlobbyisten sehen nun eine Chance, den Radverkehr zu stärken. Der ADFC macht dazu verschiedene Vorschläge für Bonn, teilweise wurden die aber bereits abgelehnt.

 Während der Corona-Krise nimmt der Verkehr ab: Jetzt sehen Fahrradlobbyisten eine Chance, den Radverkehr  zu stärken.

Während der Corona-Krise nimmt der Verkehr ab: Jetzt sehen Fahrradlobbyisten eine Chance, den Radverkehr zu stärken.

Foto: Benjamin Westhoff

Fahrradlobbyisten fordern, den Radverkehr während der Einschränkungen durch Corona zu stärken. In einem Schreiben an die Stadt hat der örtliche ADFC die Einführung sicherer „Bike Lanes“ auf den für gewöhnlich viel befahrenen Straßen B 9 und und B 56 angeregt und die Öffnung der Fußgängerzone für Radler. „Auch Tempo 30 als Regelgeschwindigkeit in der Stadt sowie verbesserte Ampelphasen, die Radfahrern auf ihren Hauptstrecken Vorrang einräumen, lassen sich jetzt prüfen“, findet Werner Böttcher vom ADFC.

Den konkreten Vorschlag, die Autos vorbehaltenen Spuren auf der Viktoriabrücke für Radfahrer zuzulassen, habe das Tiefbauamt nach Auskunft des ADFC mit der Begründung abgelehnt, dies sei zu gefährlich. Der Radclub hatte seinen Vorstoß damit begründet, auf dem schmalen Streifen sei nicht ausreichend Platz, um Abstand zu halten. Zugleich teilte die Initiative Radentscheid Bonn am Mittwoch mit, sie habe NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst in einem offenen Brief aufgefordert, unverzüglich „pandemietaugliche Fuß- und Radwege“ einzurichten.

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