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„Alle-mal-malen-Mann“ in Bonn: Jan Loh ist seit zwei Jahren tot

Das Bonner Original Jan Loh : Der „Alle-mal-malen-Mann“ ist seit zwei Jahren tot

Es war vor zwei Jahren, als tagelang Ungewissheit herrschte: Lebt Johannes Ferdinand Gödde, der unter seinem echten Namen nur den wenigsten bekannt war, noch? Irgendwann gab es dann die traurige Gewissheit.

„Alle mal malen hier?“ Mit diesem markanten Spruch suchte Jan Loh jahrzehntelang Kunden in Bonns Kneipen, die sich von ihm für kleines Geld zeichnen lassen wollten. Am Sonntag jährt sich der Todestag von Jan Loh zum zweiten Mal. Das Bonner Original mit dem Künstlernamen - Loh hieß eigentlich Ferdinand Johannes Gödde - starb am 8. März 2018 im Alter von 86 Jahren an den Folgen eines Sturzes.

Seine Stammkneipe, das „James Joyce“ im Mauspfad, erinnert mit einer Fotoecke an den verstorbenen Maler. Der erste Todestag wurde sogar mit einer Ausstellung in der Fabrik 45 gewürdigt.

Wann kommt die Jan-Loh-Straße?

Nach Lohs erstem Todestag war die letzte Bedingung erfüllt, um auf Bonns Straßenbenennungsliste zu landen. Die Liste ist mit rund 80 Vorschlägen gefüllt und wird zu Rate gezogen, wenn mal wieder eine Straße oder ein Platz zu benennen ist. Seit 2012 werden allerdings Namen bevorzugt, wenn sie weiblich sind und einen Bezug zu Bonn haben.

Auch wenn sich Loh zum Beispiel mit seiner etwas penetranten Art nicht nur Freunde gemacht hat, war er zweifelsohne ein Bonner Original. Viele Bonner halten seine einzigartigen Zeichnungen noch immer in Ehren - völlig egal, als wie „künstlerisch wertvoll“ sie wahrgenommen werden.

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