1. Bonn
  2. Stadt Bonn

Hochzeitsmesse im Hotel Collegium Leoninum: Alles für den schönsten Tag des Lebens

Hochzeitsmesse im Hotel Collegium Leoninum : Alles für den schönsten Tag des Lebens

Brautmodenanbieter, Herrenausstatter, Juweliere, Fotografen, Caterer oder Konditoren – unter der Leitung von Hans-Joachim Fandel von der Agentur „T.A.S.K.“ präsentierten am Sonntag im Hotel Collegium Leoninum 24 Aussteller aus der Region alles, um den Hochzeitstag zu einem ganz besonderen Erlebnis werden zu lassen.

„Hier kann man mit nur einem einzigen Besuch sein ganzes Fest planen und organisieren“, erklärt Fandel. Silva Bruder genügt ein einziger Blick. „Ich kann mir vorstellen in solch einem Kleid zu heiraten“, sagt sie. „Das ist genau mein Geschmack.“ Das weiße Spitzenkleid im Meerjungfrauenstil hat sofort ihr Interesse geweckt. „Ich will etwas Elegantes tragen, auf keinen Fall ein Prinzessinnenkleid mit Tüll und Glitzersteinen“, ist sie sich mit ihrem zukünftigen Ehemann Florian Stein einig. Während des Studiums haben sie sich kennengelernt, im April werden sie in der Schlosskirche getraut.

„Opulente Roben in den Farben Elfenbein oder Creme werden besonders häufig gekauft“, beobachtet Elena Gorina, die ein Geschäft für Brautmoden in der Münsterstraße betreibt. Rund 1000 Euro würden die Frauen für ihr Traumkleid durchschnittlich bezahlen. „Im Trend sind in dieser Saison Kleider in Rosa“, ergänzt Udo Redding, der eigens aus Dormagen zum Tag der Hochzeit nach Bonn gekommen war. „Natürlich mit einem passenden Schleier.“

Dabei setzen Verliebte offenbar wieder auf ein klassisches Fest. „Die Herren tragen Hemden mit Manschettenknöpfen. Cut oder Frack sind immer gefragt. Trendfarbe ist eindeutig Dunkelblau“, erzählt Herrenausstatter Guido Lepper. Allerdings wird das klassische Outfit durch farbige Accessoires ergänzt. „Bunte Hosenträger, Einstecktücher oder Fliegen sind in“, weiß der Herrenausstatter. „Da richtet sich der Bräutigam gerne nach den Farben, die die Braut für ihre Blumen ausgewählt hat.“

Auch beim Brautstrauß geht die Nachfrage hin zu kleinen Gebinden. „Rosa, Creme oder Weiß sind die Farben der Saison“, erklärt Monika Timme aus Dottendorf. Auch die Tischdekoration sei eher zierlich und zurückhaltend als groß und überladen. Neu sei allerdings, dass sich immer mehr Bräute einen Nachwurfstrauß binden lassen. „Weil sie ihren eigenen behalten möchten“, lacht die Floristin.

„Die sind schneller wieder zu Hause als ich“, schmunzelt Eduard Skulmowski, bei dem Hochzeitstauben bestellt werden können. In einem aufgearbeiteten Kinderwagen aus dem 19. Jahrhundert gurren die schneeweißen Vögel. „Meist überraschen die Trauzeugen das Brautpaar vor der Kirche damit“, erläutert er. Kaum sind die Tauben frei, steuern sie zielsicher wieder den heimischen Schlag an.

Bei den Eheringen dominiert weiter zeitlose Eleganz. „Im Trend liegt Gelbgold“, so Juwelierin Anne Hecken. „Und der Ring der Frau wird natürlich immer noch gerne mit einem Steinchen verziert.“ Sie bietet Paaren zudem an, in ihrer Werkstatt die Trauringe selbst zu gestalten. „Das wird immer wieder gerne gemacht. Wenn die Ringe eigenhändig gearbeitet wurden, dann haben sie für viele eben eine noch größere Bedeutung“, so Anne Hecken.