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Alvar Goetze aus "Löwenzahn": Interview mit Jungschauspieler aus Bonn

Jung-Schauspieler bei ZDF-Kinderserie : Der Bonner Alvar Goetze spielt bei „Löwenzahn“ mit

Der Bonner Schauspieler Alvar Goetze spielt eine Episodenrolle in der ZDF-Kinderserie „Löwenzahn“. Auch aus anderen TV-Serien ist der 19-Jährige vielen Zuschauern bereits bekannt.

Alvar Goetze ist zwar gerade einmal 19 Jahre alt, den Fernsehzuschauern aber durch Serien wie „Tatort“, „Phoenixsee“, „Bettys Diagnose“, „Heldt“ oder „In aller Freundschaft – Die jungen Ärzte“ bekannt. Nun hat der Bonner Nachwuchsschauspieler eine Episodenrolle in einer der bekanntesten Kindersendungen im deutschen Fernsehen ergattert. In „Löwenzahn“ probiert er in seiner Rolle als Finn gemeinsam mit Fritz Fuchs (Guido Hammesfahr)  „E-Sport“ aus. GA-Redakteur Maximilian Mühlens sprach mit Goetze.

„Löwenzahn“ ist eine Serie, die jedes Kind kennt. Was verbinden Sie mit „Löwenzahn“?

Alvar Goetze: Ich erinnere mich, wie ich als kleiner Junge vor dem Fernseher saß und „Löwenzahn“ geschaut habe. Ich war damals ein großer Fan von Wissensserien und habe mit meiner Familie und Freunden im Anschluss immer über die Themen geredet. Ich verbinde mit „Löwenzahn“, dass es Kinder für das Weltgeschehen und vor allem für neues Wissen fasziniert.

Was unterscheidet einen Dreh für „Löwenzahn“ von einem Dreh für beispielsweise „Bettys Diagnose“?

Goetze: Jeder Dreh ist unterschiedlich. Jedes Set ist wie eine kleine Familie und jede Familie ist anders. Ich hatte das Glück, dass ich eine lange Zeit mit der „Bettys“-Familie verbringen durfte, was einen natürlich sehr zusammen schweißt. Doch auch bei „Löwenzahn“ wurde ich trotz des kurzen Drehzeitraums herzlich in die Set-Familie aufgenommen. Ein großer Unterschied war, dass wir für die Folge tagelang viel Sport gemacht haben, was natürlich anstrengend war, aber auch sehr viel Spaß gemacht hat.

In der „Löwenzahn“-Folge, in der Sie mitspielen, geht es um E-Sport. Wie ist Ihr persönliches Verhältnis zu Playstation, X-Box und Co? Spielen Sie gerne an der Konsole?

Goetze: Ich spiele gelegentlich mit Freunden Computerspiele. Es bietet die Möglichkeit, Zeit miteinander zu verbringen und Spaß zu haben, auch wenn man räumlich weit entfernt ist. Natürlich ist es, wie vieles andere, in Maßen zu genießen. Es darf meiner Meinung nach auch nur einen kleinen Teil der Lebenszeit einnehmen, da die wirklich wichtigen und schönen Erfahrungen im Leben nun mal im echten Leben passieren. Mit echten Menschen.

E-Sport verlangt den Spielern, die mitunter sehr viel Geld verdienen können, einiges ab. Ist das Spielen an der Konsole für Sie – abhängig vom Spiel – auch Sport? Oder tun Sie sich bei der Formulierung „E-Sport“ schwer?

Goetze: Ich habe großen Respekt vor E-Sportlern, die innerhalb von Millisekunden taktisch richtige Entscheidungen mit fast übermenschlichen Reaktionszeiten kombinieren können. Natürlich ist Sport mit körperlicher Aktivität verbunden und man sollte wissen, dass auch wenn man „E-Sport“ betreibt, man seinen Körper trotzdem bewegen und auslasten muss, um gesund zu bleiben. Ich persönlich liebe „richtigen“ Sport und gehe drei bis vier Mal die Woche bouldern und trainieren, was mich auch geistig entspannt wie kaum etwas anderes.

Zur Zeit befinden Sie sich in New York und feilen dort an Ihrer Schauspiel-Karriere. Können Sie mehr verraten?

Goetze: Natürlich! Ich studiere zur Zeit im Rahmen eines intensiven „short term programs“ an der „New York Film Academy“ Schauspiel. Wir sind ein internationaler Kurs – obwohl wir von überall auf der Welt kommen, verbindet uns unsere Liebe zur Schauspielerei. Es ist eine unglaubliche Erfahrung, mit so vielen talentierten Leuten zusammen arbeiten und lernen zu können.

Den Grundstein für Ihre Schauspiel-Karriere haben Sie in Bonn gelegt. Welche Rolle spielt die Bundesstadt derzeit in Ihrem Leben? Werden Sie Bonn verlassen, um  in einer Filmhochburg wie Berlin, Hamburg oder München zu leben?

Goetze: Das ist eine spannende Frage, die ich selber und das Leben in den nächsten Jahren beantworten müssen. Ich habe in Bonn meine Familie und sehr viele meiner besten Freunde, mit denen ich durch dick und dünn gegangen bin. Ich fühle mich also auch durch die vielen Erinnerungen und die Menschen sehr mit Bonn verbunden. Ich denke, dass ich erstmal hier bleiben werde und für das Filmen reise. Wir liegen ja sehr zentral, wodurch man in fünf Stunden sowohl in Berlin als auch in München ist. In Köln werden außerdem auch sehr viele Filme gedreht.

Wo sind Sie in Bonn besonders gerne?

Goetze: Am Rhein! Ob am Beueler Rheinufer, das im Sommer einem Strand gleicht oder an der Bonner Promenade. Ich habe so unglaublich viele schöne Erinnerungen an unvergessliche Nächte und sommerliche Tage mit Freunden, die alle an und um den Rhein entstanden sind. Die vielen Tage an diesem Fluss haben meine Kindheit und Jugend geprägt, wodurch der Rhein nicht nur ein Teil von Bonn ist, sondern auch ein Teil von mir.

Die „Löwenzahn“-Folge mit Alvar Goetze wird an diesem Donnerstag um 19.25 Uhr bei KiKA ausgestrahlt. Im ZDF läuft die Folge am Sonntag, 24. November um 8.35 Uhr zum ersten Mal.