Rückenwind der Konjunktur fehlt Mehr Menschen in Bonn und der Region sind arbeitslos

Bonn · Die schwache Konjunktur führt sowohl in der Region Bonn/Rhein-Sieg als auch in NRW und bundesweit zu einem Anstieg der Arbeitslosigkeit. Experten bleiben aber optimistisch für die weitere Entwicklung.

 Bei den Agenturen für Arbeit sind mehr Menschen arbeitslos gemeldet.

Bei den Agenturen für Arbeit sind mehr Menschen arbeitslos gemeldet.

Foto: dpa/Arne Dedert

Sowohl in der Region Bonn/Rhein-Sieg als auch in NRW und bundesweit steigen die Arbeitslosenzahlen weiter leicht an. Stefan Krause, Chef der Agentur für Arbeit Bonn/Rhein-Sieg zeigt sich dennoch optimistisch; „Insgesamt zeigt sich der Arbeitsmarkt aber recht stabil. Im Februar wurden deutlich weniger Menschen entlassen als im Monat zuvor, und es nahmen wieder mehr Menschen eine neue Beschäftigung auf.“ In der Region Bonn/Rhein-Sieg stieg die Arbeitslosenquote im Februar auf 6,2 Prozent, nachdem sie ein Jahr zuvor bei 5,9 Prozent gelegen hatte. „Von den fast 5000 gemeldeten Stellen für Bonn setzen mehr als 80 Prozent eine abgeschlossene Ausbildung voraus. Wir bewerben daher intensiv unsere Qualifizierungsangebote sowohl für arbeitslose als auch für beschäftigte Menschen“, sagte Krause

Arbeitslosigkeit in Bonn und der Region: Konjunkturschwäche
Foto: ga

NRW Arbeitslosenquote steigt

Im Februar ist die Arbeitslosigkeit auch NRW-weit leicht gestiegen. Die Arbeitslosenquote lag bei 7,6 Prozent und damit 0,1 Prozentpunkt über dem Niveau des Vormonats. Den größten Anstieg der Arbeitslosigkeit gab es im Februar durch das Ende der zwei- und dreieinhalbjährigen Ausbildungen, erläuterte Roland Schüßler, Chef der Regionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbeit. Viele Absolventinnen und Absolventen meldeten sich für eine Übergangszeit arbeitslos: „Angesichts des Bedarfs an qualifizierten Fachkräften wird für diese Absolventen einer Fachkraftausbildung diese Zeit des Übergangs zwischen abgeschlossener Ausbildung und dem vollen Einstieg ins Berufsleben als Fachkraft nicht lange andauern“, so Schüßler. Der leichte Anstieg der Arbeitslosigkeit liege für NRW im Rahmen des saisonüblichen. In diesem Februar sei etwas weniger Bewegung am Arbeitsmarkt zu beobachten als in wirtschaftlich stärkeren Jahren.

Die schwache Konjunktur dämpft den Arbeitsmarkt auch bundesweit. „Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung nehmen im Februar zu und die Nachfrage der Unternehmen nach neuen Arbeitskräften gibt nach“, sagte die Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit, Andrea Nahles, in Nürnberg. Der Rückenwind der Konjunktur fehle. Verglichen mit dem Februar des vorigen Jahres ist die bundesweite Arbeitslosenzahl um 194.000 auf gut 2,8 Millionen gestiegen. Die Arbeitslosenquote lag im Februar 2024 wie im Januar bei 6,1 Prozent. Gegenüber dem Vorjahresmonat hat sich die Quote um 0,4 Prozentpunkte erhöht.

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