1. Bonn
  2. Stadt Bonn

Besuch in Bonn: Astronaut Matthias Maurer pflanzt Weltraum-Samen auf dem UN-Campus

Besuch in Bonn : Astronaut Matthias Maurer pflanzt Weltraum-Samen auf dem UN-Campus

Matthias Maurer ist im Mai von der Internationalen Raumstation auf die Erde zurückgekehrt. Am Mittwoch säte der Astronaut mit Schülerinnen und Schülern der Bonner Waldschule Samen, die mit ihm im All waren. Dabei verriet er auch, wie es um sein Pflanzenwissen bestellt ist.

Am Mittwochmorgen hat Astronaut Matthias Maurer mit Grundschülerinnen und Grundschülern der Waldschule sogenannte „Space Seeds“ auf dem UN-Campus gepflanzt. „Space Seeds“ sind Wildblumensamen, die mit Maurer auf der internationalen Raumstation waren. Anschließend werden diese Samen auf der Erde gepflanzt und die Unterschiede zu normalen Samen beobachtet. „Dabei brauchen wir Hilfe. Also ganz viele junge Wissenschaftler, die die Samen hegen und pflegen“, sagte Maurer.

Die Space Seeds sind ein Teil des Projekts Space2School der deutschen Raumfahrtagentur. Das Ziel ist, dass Grundschulen an einem Wettbewerb teilnehmen und die Samen deutschlandweit aussäen. Einen Wettbewerb gab es bereits. Alexandra Herzog vom DLR koordiniert das Projekt: „Wir hatten beim ersten Versuch 2019 schon eine sehr gute Resonanz, über 400 Schulen haben damals teilgenommen“, sagte sie. Jede teilnehmende Schule erhält zwei Samenpäckchen. Eins das im Weltall war und eins von der Erde. Die Schülerinnen und Schüler sollen dann das Wachstum der Samen beobachten. Bewerben kann man sich auf der Website von Space2School.

Das Projekt soll junge Menschen für den Klimaschutz sensibilisieren. „Aus dem Weltraum sehen wir als Astronauten die Brandrodungen in den Urwäldern, das macht fast alle Astronauten zu Aktivisten“, erklärte Maurer.

„Für die Kinder ist das heute ein totales Highlight. Die werden sich immer daran erinnern, einen Astronauten getroffen zu haben“, sagte Anne Hartmann. Sie ist die Lehrerin der Klasse, die die Samen ausgesät hat. Auch Maurer war begeistert: „Das war heute wunderschön, die ganzen begeisterten Jungwissenschaftler zu treffen. Ich habe auch viel über Wildblumen gelernt, obwohl mein eigener Daumen eigentlich nicht so grün ist.“

Maurer war im Mai, nach einem 177 Tage langem Aufenthalt, von der Internationalen Raumstation heimgekehrt. „Jeder Tag war ein Super-Highlight“, sagte er vor den Schülerinnen und Schülern.