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Neue Baufelder für Institutsgebäude: Auf dem Campus geht es weiter

Neue Baufelder für Institutsgebäude : Auf dem Campus geht es weiter

Der Stadtrat hat den Bebauungsplan für den Uni-Campus in Poppelsdorf als Satzung beschlossen. Dabei geht es um das Gelände zwischen Endenicher Allee, Nussallee, Meckenheimer Allee, Karlrobert-Kreiten-Straße, Carl-Troll-Straße und dem Autobahnanschluss Poppelsdorf.

Mit dem Ausbau des Poppelsdorfer Uni-Campus werde der Wissenschaftsstandort Bonn den modernen Anforderungen an Forschung und Lehre angepasst und gestärkt, heißt es bei der Stadt.

Das Universitätsareal soll sich städtebaulich harmonisch in den Stadtteil einfügen. "Die Pläne sehen ein weit verzweigtes Wegesystem und einen großen, zentralen Platz (Forum) westlich der Zentralbibliothek Landbauwissenschaften vor", so die Verwaltung.

Parallel zur Nussallee wird eine neue Verbindung geschaffen, die als grüne Achse vom Botanischen Garten über das Forum bis zur Endenicher Allee direkt auf das Gebäude des Mathematischen Instituts (ehemalige Landwirtschaftskammer) führt. Von dort aus werden nach Nordosten und Südwesten hin Wege abzweigen.

"Die sich daraus ergebenden Baufelder bieten ausreichend Raum für die Unterbringung der Instituts- und Infrastruktureinrichtungen für Forschung und Lehre", so die Verwaltung. Der Bebauungsplan setzt ein rund 9000 Quadratmeter großes Areal als private Grünfläche (Gartenanlage) fest. Es entspricht in seiner Lage und Ausdehnung zum überwiegenden Teil dem heutigen Nutzpflanzengarten.

Das Unirektorat begrüßt diese Entscheidung, die richtungsweisend sei. "Die Weiterentwicklung des Campus Poppelsdorf zu einem modernen und attraktiven Standort für Forschung und Lehre nutzt nicht nur der Universität, sondern hilft uns auch dabei, Bonn als Wissenschaftsstadt international noch sichtbarer zu machen", sagt Rektor Professor Michael Hoch.

Wie berichtet, entstehen hinter der zurzeit geschlossenen Mensa Poppelsdorf derzeit die ersten drei Neubauten: einer für die Informatik und das Bonn-Aachen International Center for Information Technology (B-IT), ein Gebäude für die Institute für Numerische Simulation (INS) und Ernährungs- und Lebensmittelwissenschaften (IEL) sowie ein Hörsaalzentrum. Die Gebäude des ersten Bauabschnitts sollen in der zweiten Jahreshälfte 2016 in Betrieb genommen werden.

Die Voraussetzung für den weiteren Campus-Ausbau haben die Uni, der Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW und die Stadt inzwischen mit einem städtebaulichen Vertrag geschaffen, der auch einen Mobilitätsplan vorsieht, der den Schwerpunkt vom Auto hin zu Fahrrad und öffentlichem Nahverkehr verlegt. "Dazu hat die Universität zum Wintersemester 2015/2016 eine flächendeckende Parkraumbewirtschaftung eingeführt", so das Rektorat.

So wird der neue Campus weitgehend autofrei sein und mit einem Fahrradwegenetz ausgebaut. Es gibt später genügend Radstellplätze, unter anderem in einer zentralen Fahrradgarage unter dem Hörsaalzentrum.