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Harry Potter-Spiele in Bonn: Auf dem Quidditch-Besen über den Hofgarten

Harry Potter-Spiele in Bonn : Auf dem Quidditch-Besen über den Hofgarten

Der Mann ist witzig und sich für keinen Spaß zu schade: Comedian Luke Mockridge dreht mit der Quidditch-Mannschaft der Bonn Rheinos für seine neue Comedystaffel. Auf der Hofgartenwiese musste er zeigen, wie geschickt er auf dem Besen reiten kann.

Hofgartenbesucher haben am Montagabend mit gelassener Aufmerksamkeit zur Kenntnis genommen, dass Zauberlehrling Harry Potter dort auf einem gehörnten Hexenbesen ritt und hüpfte. Die Lederstiefel, der braune Überwurf, die Brille mit den runden Gläsern, sogar die Potter-Gesichtsnarbe passte. In dem Kostüm steckte der in Bonn aufgewachsene Comedian Luke Mockridge. Für seine Sendung „Luke, die Woche und ich“, deren neue Staffel im Oktober auf dem Privatsender Sat 1 an den Start geht, drehte er mit einem fünfköpfigen Filmteam vor Ort. An seiner Seite: Das Bonner Quidditch-Team Rheinos mit vielen Spielern aus dem Umfeld der Universität und sein Comedian-Kollege Faisal Kawusi.

„Ich bin großer Harry-Potter-Fan“, sagte Mockridge. Er habe sämtliche Bücher gelesen und die Filme geschaut. Da der frühere Fußballer des FV Endenich außerdem vor keinem Tackling auf seinen eigenen Körper zurückschreckt, „wollte ich mal selbst die Erfahrung machen“. Da hatte er mit der Bonner Quidditch-Mannschaft, dem amtierendem deutschen Meister, den richtigen Ansprechpartner gefunden. „Wir freuen uns über jede Möglichkeit, dieses Spiel bekannter zu machen und natürlich darüber, Luke Mockridge einmal kennenzulernen“, sagte Sebastian Elster, einer der Spieler des Bonner Teams.

Faisal Kawusi ist auf Krawall gebürstet

Mockridge selbst tauschte dann den Potter-Anzug gegen ein Rheinos-Trikot mit Luke-Beflockung aus. Ganz einfach fiel dem sportlichen 27-Jährigen die Sportart nicht. Es geht darum, den Ball durch einen von drei Ringen zu werfen. Dabei sind Fangen, Werfen und Laufen nur erlaubt, sofern der Hexenbesen zwischen den Beinen bleibt. Ein Handicap, das schon bei erfahrenen Spielerinnen und Spielern bisweilen lächerlich aussehen kann. Ein gefundenes Fressen also für die Spaßfraktion.

Für Mockridge selbst kam ein weiteres Problemelement hinzu. Er musste neben Ball und Besen auch die Anweisungen des Kameramanns im Blick behalten. Der (für die Rolle in der Sendung) etwas auf Krawall gebürstete Faisal Kawusi legte zwar ebenso wie Mockridge beim Werfen des Balls Geschick an den Tag. Er litt aber sichtlich darunter, dass ihm die Rolle des Schnatz zuteil wurde. Der Schnatz, das muss man wissen, ist im Real-Quidditch ein Spieler, der flink wie eine Gazelle den Gegenspielern entwischen muss. Kawusi, ein Schwergewicht von wenig filigraner Gestalt, ist denkbar ungeeignet für die ihm zugeordnete Rolle. Den Gästen gefiel der Besuch bei den Rheinos sichtlich.

Als Leander Troll von den Rheinos das nicht eben einfache Regelwerk für Quidditch im Schnellverfahren erklärte, tat Luke Mockridge, wie er sagte, „kurz mal die Narbe weh“. Das dürfte sich bis zum Abendessen mit den Eltern in der Endenicher Harmonie aber wieder gelegt haben.