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Ausbildung und Sport in Bonn: Auf dem Weg zum DFB-Junior-Coach

Ausbildung und Sport in Bonn : Auf dem Weg zum DFB-Junior-Coach

Vielleicht wird einer Mal Trainer von Borussia Dortmund oder einer anderen Bundesligamannschaft: 16 Schüler werden am Collegium Josephinum zu Trainern ausgebildet. Im Mittelpunkt steht indes das soziale Engagement.

„Wenn am Ende einer unserer Schüler Trainer bei Borussia Dortmund wird, freuen wir uns auch, aber eigentlich geht es um etwas anderes“, betont Sportlehrer Sebastian Hahn vom Collegium Josephinum (CoJoBo), der sich um die Ausbildung seiner Schüler zum Junior-Coach beim Deutschen Fußballbund (DFB) beworben hat. Als eine von 16 Schulen im Fußball-Verband Mittelrhein bildet nun das CoJoBo in 40 Lerneinheiten die 15- und 16-jährigen Schüler zu DFB-Junior-Coaches aus.

„Uns geht es darum“, sagt Hahn, „dass die Jungs soziales Engagement lernen, eine Fußball-AG übernehmen oder sich in ihrem Verein als Co-Trainer anbieten“. Damit sind die Ziele der Ausbildung, die neben dem regulären Unterricht an dem Bonner Gymnasium stattfindet, nachhaltig. Der Trainernachwuchs wird bundesweit gestärkt und begegnet gleichzeitig der rückläufigen Zahl aktiver Ehrenamtlicher im Fußball.

Der demografische Wandel und die Ausdehnung der wöchentlichen Schulzeit werden als Gründe für den starken Rückgang ehrenamtlicher Tätigkeit bei den Jugendlichen genannt. „Dass sich Professionalität, Eigeninteresse und soziales Engagement perfekt ergänzen, zeigen uns die Nachwuchstrainer der letzten Jahrgänge“, freut sich Norbert Teipel vom Fußball-Verband Mittelrhein.

Das Ausbildungskonzept wurde vom DFB mit Unterstützung der Commerzbank als nationalem Projektpartner bereits im Schuljahr 2013/2014 ins Leben gerufen und soll in den kommenden Jahren jährlich etwa 4000 Schülerinnen und Schüler in ganz Deutschland zu Fußballtrainern ausbilden. Den 16 Schülern des CoJoBo sind neben dem Fortuna-Köln-Profi Lars Bender – nicht zu verwechseln mit dem Namensvetter von Bayer Leverkusen – auch die Commerzbank Filialdirektoren Nico Börner (Tannenbusch) und Holger Güsgen (Duisdorf) als Paten zur Seite gestellt.

Sie legen vor allem Wert auf die Erlangung der sozialen Kompetenzen der Schüler, bieten ihnen die Möglichkeit zu Praktika an oder wollen ihnen bei deren Bewerbungen behilflich sein. „Es ist ein ganz tolles Projekt, in dem die Jugendlichen Selbstbewusstsein und Verantwortung im Ehrenamt lernen können“, ist sich Güsgen sicher, der nicht nur selbst aktiv Fußball spielte, sondern vor einigen Jahren auch sein Abi am CoJoBo machte.