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Ausflüge aus Bonn: Kanufahren auf der Lahn, Rietburgbahn, Tier­park Ol­der­dis­sen

Kurz mal weg : Fünf Tipps für interessante Ausflüge in der Region

Auf der Lahn dau­ert die Sai­son der „Was­ser­wan­de­rer“ bis Mit­te No­vem­ber, in der Pfalz fei­ert das „Dau­er-Gon­deln“ sei­ne Pre­mie­re. Wir geben wieder einige Tipps für interessante Ausflüge von Bonn aus.

Fluss­auf­wärts nach Mar­burg oder ab­wärts bis Lahn­stein

Auch wenn man sich bei der Aus­spra­che des Wor­tes kon­zen­trie­ren muss, so sind sich vie­le Ka­nu­ver­lei­her und ih­re Kun­den im lau­schi­gen Lahn­tal doch ei­nig: Die Lahn zählt zu den „was­ser­wan­der­freund­lichs­ten“ Flüs­sen in Deutsch­land. Bei die­sem sper­ri­gen Be­griff kann sich selbst Hans Do­branz ein Grin­sen nicht ver­knei­fen, trotz­dem: „Es gibt an der Lahn 20 bis 25 Ver­lei­her und Ver­an­stal­ter, das sagt al­les“, be­tont Do­branz, der zu den dienst­äl­tes­ten Ver­tre­tern sei­ner Zunft ge­hört. Seit 33 Jah­ren or­ga­ni­siert er Ka­nu­tou­ren, sein „Fuhr­park“ um­fasst 70 Boo­te – vom 1er und 2er Ka­jak bis zum 5er und 10er Ka­na­di­er.

Das Ba­sis­la­ger be­fin­det sich in Weil­burg „di­rekt am Schiffs­tun­nel“. Ein Plus­punkt, denn die Fahrt durch die 182 Me­ter lan­ge Pas­sa­ge ist ein­zig­ar­tig und auch des­halb be­liebt. Die Boots­leu­te an der Lahn schnü­ren gern Ge­samt­pa­ke­te: Ver­leih plus Un­ter­brin­gung plus Trans­fers und An­bin­dung an die Lahn­tal­bahn. Mehr­tä­gi­ge Tou­ren füh­ren fluss­auf­wärts nach Mar­burg, Wetz­lar und Solms, ab­wärts bis Run­kel, Lim­burg und Lahn­stein. Die Prei­se star­ten bei 23 Eu­ro pro Boot und Tag.

Die Sai­son dau­ert bis En­de Ok­to­ber oder, wenn das Wet­ter mit­spielt, bis Mit­te No­vem­ber. „Wir sind da fle­xi­bel“, sagt Hans Do­branz, dem die gu­te Lau­ne so schnell nicht ver­geht. „Ich bin Jahr­gang 1940 und im­mer noch mit Spaß da­bei.“

Die Lahn ist 240 Ki­lo­me­ter lang, 160 Ki­lo­me­ter las­sen sich mit Ka­nus be­fah­ren, 70 Ki­lo­me­ter auch mit Haus­boo­ten.

Tierpark im Wald

Der Hei­mat-Tier­park Ol­der­dis­sen in Bie­le­feld hat nor­ma­ler­wei­se rund um die Uhr ge­öff­net, täg­lich 24 Stun­den, 365 Ta­ge im Jahr, und das bei frei­em Ein­tritt. Durch Co­ro­na muss­te die Stadt­ver­wal­tung als Be­trei­be­rin ei­ni­ge Ein­schrän­kun­gen vor­neh­men, die nach der Pan­de­mie wie­der auf­ge­ho­ben wer­den sol­len. So ist zur­zeit „nur“ von neun bis 21.30 Uhr ge­öff­net, au­ßer­dem be­nö­tigt man für den Be­such ein E-Ti­cket, al­ler­dings kos­ten­frei. Der Park hat sich auf tra­di­tio­nell hei­mi­sche Spe­zi­es spe­zia­li­siert. 450 Tie­re le­ben auf dem 16 Hekt­ar gro­ßen Ge­län­de mit­ten im Teu­to­bur­ger Wald, dar­un­ter Wolf (Fo­to), Luchs, Wi­sent, Uhu, Storch und Rei­her.

In­ter­es­san­te In­sze­nie­run­gen nach Zei­ten des Dar­bens

Erst die Stadt­be­sich­ti­gung und/oder der Ein­kaufs­bum­mel, dann ins Thea­ter: Im Ruhr­ge­biet kennt die Aus­wahl kaum Gren­zen. Elf kom­mu­na­le Kul­tur­tem­pel in neun Städ­ten bün­deln un­ter der Dach­mar­ke „Ruhr-Büh­nen“ ih­re En­er­gi­en und ru­fen nach Zei­ten des Dar­bens trot­zig zum Neu­start auf. In­ter­es­san­te In­sze­nie­run­gen gibt es am 9. Sep­tem­ber mit „Dan­tons Tod“ im Schloss­thea­ter Mo­ers und am 10. Sep­tem­ber mit „Das Neue Le­ben“ im Schau­spiel­haus Bo­chum. Das Thea­ter Dort­mund star­tet am 11. Sep­tem­ber mit „Tos­ca“, das Schau­spiel Es­sen am 17. Sep­tem­ber mit „Früch­te des Zorns“. Im Thea­ter Ha­gen fei­ert am 25. Sep­tem­ber das Mu­si­cal „Ana­tev­ka“ Pre­mie­re.

 Die Rietburgbahn in der Pfalz.
Die Rietburgbahn in der Pfalz. Foto: rietburgbahn

Wenn die Gon­deln ein paar Ex­trarun­den dre­hen

Die Pre­mie­re ist am ver­gan­ge­nen Wo­chen­en­de buch­stäb­lich ins Was­ser ge­fal­len, am nächs­ten Sams­tag (11.9.) gibt es ei­nen zwei­ten Ver­such: Dann kön­nen die Be­su­cher des Fe­ri­en­or­tes Rhodt in der Süd­pfalz den Ses­sel­lift hoch zur Rui­ne der Riet­burg von 16 bis 20.30 Uhr mit ei­nem Ein­zel­ti­cket (12 Eu­ro Erw., 6 Eu­ro Kin­der) gleich mehr­mals nut­zen. Ein Glas Sekt oder Trau­ben­saft in­klu­si­ve. „Dau­er-Gon­deln“ nen­nen die Bahn­be­trei­ber den neu­en Ser­vice.

„Im­mer mehr Gäs­te ha­ben nach­ge­fragt, ob sie noch ein paar Ex­trarun­den im Lift dre­hen dür­fen, weil ih­nen die Aus­sicht so ge­fällt“, sagt Bahn-Che­fin Ti­na Mer­mer. Der Ses­sel­lift bringt Be­su­cher von der Tal­sta­ti­on (330 m) zur mit­tel­al­ter­li­chen Riet­burg (550 m) mit ih­rer be­lieb­ten Son­nen­ter­ras­se. Den Blick schweift über die Rhein­ebe­ne bis zum Oden­wald und nörd­li­chen Schwarz­wald.

Die Ge­heim­nis­se der Land­wirt­schaft

Das Ber­gi­sche Frei­licht­mu­se­um Lind­lar kon­ser­viert Ver­gan­gen­heit. Re­stau­rier­te Ge­bäu­de und Hand­werks­vor­füh­run­gen ver­mit­teln Ein­drü­cke vom All­tag im 19. Jahr­hun­dert. Die land­wirt­schaft­li­chen Flä­chen auf dem 25 Hekt­ar gro­ßen Ge­län­de wer­den nach his­to­ri­schem Vor­bild be­wirt­schaf­tet. Am 21. Sep­tem­ber (16-18 Uhr) be­gibt sich Mu­se­ums­lei­ter Mi­cha­el Kamp mit Be­su­chern „auf Zeit­rei­se durch die Ge­schich­te des Mu­se­ums“. Am 8. Sep­tem­ber (16-18 Uhr) geht Gar­ten­ex­per­tin auf Schatz­su­che und gibt „Tipps fürs Saat­gut­sam­meln“. Bei ei­ner Fa­mi­li­en­füh­rung ver­rät Bar­ba­ra Stein­rück am 19. Sep­tem­ber (15-17 Uhr) die Ge­hei­mis­se der Land­wirt­schaft.

In­fo: Tel. (02266) 90 100; frei­licht­mu­se­um-lind­lar.lvr.de